26.08.2016: SV Jördenstorf – ETSV Güstrow 2:7 (2:4) Drucken
Man kann sich ja etwas Besseres vorstellen, als bei 35 Grad im Schatten Fussball zu spielen. Zudem kam einem der Platz so groß vor, als würde man das gegnerische Tor nur mit dem Fernglas sehen können. Das Team versprach gegenüber dem Debakel der letzten Woche Besserung, was auch über weite Strecken zu sehen war. Nach langer Verletzungspause war auch wieder „Häsi" Wohlfeil mit an Bord, der auch tatsächlich zum „Man oft he Day" werden sollte.
Das das Team auf Wiedergutmachung aus war, zeigte die Szene in der 5. Minute. Kapitän Bitterling erkämpfte sich energisch einen Zweikampfsieg und passte dann genau auf Leutner. Der legte mit viel Übersicht auf den völlig frei stehenden Wohlfeil und dieser „lochte" mit all seiner Routine locker zur 1:0 Führung ein.
Lok kam gut mit dem großen Platz zurecht und zeigte gefälliges Passspiel. Doch in der 16. Minute eine Unachtsamkeit in der Lokabwehr. Dazu kam noch, dass beim Herauslaufen Bua Güldenpenning den aufprallenden Ball fehleinschätzte und so konnte Wollschläger ohne Mühe zum 1:1 ausgleichen.
Es dauerte bis zur 29. Minute, ehe Lok's Überlegenheit sich im Ergebnis wiederspiegelte. Einen Pass über die gesamte Abwehr erlief sich Krumm, der lange vor dem Torwart wartete und sich dann die Ecke aussuchte.
Ähnlich verlief ein Angriff in der 31. Minute. Leutner legte auf den freien Suckow auf und der tankte mit seinem Tor zum 3:1 wieder Selbstvertrauen nach langer Zwangspause, die er wegen einer hartnäckigen Verletzung einlegen musste.
Wieder eine unglückliche Situation in der Lokabwehr bescherte Jördenstorf nur eine Minute später den 2:3 Anschlusstreffer. Libero Dzubiel schoss bei einer Abwehraktion Schmidt an, von dem der Ball zu dem Jördensdorfer Martens sprang und der umkurvte dann die restliche Abwehr und schloss gekonnt ab.
Lok zeigte sich aber nicht geschockt und setzte nach. Im Mittelfeld eroberte Leutner den Ball und brachte Bitterling ins Spiel und dessen Flanke landete bei Suckow. Der legte uneigennützig auf den ebenfalls frei stehenden Murr und auch der hatte keine Mühe, um den Ball in die Maschen einzuschieben.
Durch einige verletzungsbedingte Auswechslungen kam das Spiel kurzzeitig ins Stocken.
In der 47. Minute wurde Lok wieder aber wieder belohnt. Schultze brachte Wohlfeil ins Spiel, der mit einem Solo den Angriff zum 5:2 abschloss.
Kurz darauf mischte sich auch Olli Martens ins offensive Geschehen ein. Sein gewonnener Zweikampf brachte wiederum Wohlfeil in Position. Der legte aber auf Leutner ab und alle dachten, der wird den Angriff abschließen. Doch er spielte noch einmal quer und ließ Wohlfeil den Vorrang, um das 6:2 zu erzielen. Doch das war immer noch nicht das Ende mit dem Wiederkehrer Wohlfeil. Dzubiel setze Suckow klasse ein und dessen Abspiel auf den von der Mittellinie durchstartenden Wohlfeil sollte den Abschluß des heutigen Torreigens sein. Gegen sein Solo hatte der Keeper keine Chance und konnte nur noch hinterher schauen, wie er den Ball ins leere Tor einschob.

Fazit: Ein schweißtreibender und teuer erspielter Sieg (3 verletzungsbedingte Ausfälle) gegen zum Schluss überforderte Gastgeber.
Aufstellung: Güldenpenning, Dzubiel, Schmidt, Martens, Schultze, Leutner, Babiarz, Krumm, Bitterling, Suckow, Wohlfeil, Murr, Ahlberg, Hanke, Labus, Harloff, Pawlak

Frank Brunsendorf