21.04.2006: KSG Lalend./Wattm. – ETSV Güstrow 1:3 (0:1) PDF Drucken E-Mail

4. Spieltag: Endlich erster Saisonsieg – verdienter Auswärtserfolg in Lalendorf

Mit viel Optimismus fuhr die "Loktruppe" zum fälligen Auswärtsspiel zum Dauerrivalen Lalendorf. Jetzt sollte endlich der Knoten platzen und der ersehnte erste Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht werden. Das Spiel begann von beiden Seiten verhalten, das typische Abtasten zweier gleichstarker Mannschaften. Die ersten Chancen ergaben sich auf Lalendorfer Seite. Ein Eckball landete in der 20. Minute auf der Oberlatte des ETSV-Gehäuses. Alle Eckbälle, die von "Atze" Buchholz getreten wurden, brachten immer Gefahr für das ETSV-Tor.

Dadurch ein wenig aufgerüttelt erspielten sich die "Lokjungs" jetzt auch Tormöglichkeiten. Aber die Lalendorfer Stürmer durfte man keinen einzigen Augenblick aus den Augen lassen. So hatten Westphal gegen J. Werner und Hanke gegen Streb alle Hände voll zu tun. In der 27. Minute hatte Werner die große Chance zur Führung, aber sein Kopfball aus Nahdistanz landete zum Glück am Pfosten. Den Nachschuss setzte Streb überhastet über das Gebälk. Das Mittelfeld des ETSV hatte während des gesamten Spieles kaum Möglichkeiten, die Offensive zu stärken. Sie waren zu viel mit Defensivaufgaben beschäftigt. Dadurch waren die Stürmer zu sehr auf sich alleine gelassen.

In der 32. Minute kam der Knackpunkt des Spieles: Der Lalendorfer Torwart sollte zur Schlüsselfigur werden. Ramm versuchte endlich einmal auf das gegnerische Tor zu schießen und traf gleich aus etwa 25 Metern (knapp an der Seitenlinie) ins rechte lange Eck über den Torwart hinweg zum 1:0 für den ETSV. Der seit der 10. Minute leicht gehandicapte Torwart konnte den platziert getretenen Ball nicht erreichen und beim Aufkommen verletzte er sich so schwer, dass er ausgewechselt werden musste (beste Genesungswünsche!). Nun musste der Coach der Lalendorfer sich einwechseln und ein Feldspieler ins Tor wechseln. Hier sah der ETSV eine große Chance, mit Druck auf das Lalendorfer Tor die Partie vorzeitig zu entscheiden.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit wechselte man beim ETSV. Wittenburg kam für den starken und viel gelaufenen Ziemann und sollte die Offensive stärken. Gleich nach Wideranpfiff setzte Wittenburg einen Freistoß aus halb linker Position an den rechten Pfosten. Diese gute Phase konnte der ETSV nicht weiter nutzen. Die Lalendorfer wollten die drohende Niederlage nicht kampflos hinnehmen. Mit den angesprochenen gefährlichen Freistößen kam immer wieder Gefahr auf. Zu sehr ließ sich der ETSV jetzt einschnüren.

Eine Standartsituation sollte in der 55. Minute die Vorentscheidung für den ETSV bringen. Wieder legte sich Wittenburg die "Kugel" hin und traf dieses mal besser. Sein mit viel gefühlvoll getretener Freistoß aus linker Position landete im rechten Dreiangel unhaltbar für den Ersatztorwart. Noch nicht ganz erholt von dem Schock landete der Ball wieder im Lalendorfer Gehäuse zum 3:0. Einen schönen Angriff über Thalmann (Flanke) und Wittenburg (Kopfballablage) verwertete der "Oldie" Thurau aus Nahdistanz.

Kaum war die Freude verklungen, da zappelte das Netz auf der anderen Seite. Ein Freistoß aus gut 45 Metern landete über Freund und Feind hinweg zum 3:1-Anschluss im ETSV-Tor. Fast unbemerkt fälschte A. Werner den Ball noch leicht ab und irritierte Quasdorf so im Tor. Nun ergaben sich noch Konterchancen für den ETSV, die aber nicht konsequent ausgespielt wurden. Mit dem Abpfiff fiel den ETSV-Spielern eine zentnerschwere Last von den Schultern, endlich der erste Saisonsieg war in trockenen Tüchern.

Fazit: Der Sieg war wichtig für die Moral der Mannschaft. Er war nicht überzeugend, aber danach fragt später sowieso keiner mehr. Was nützen gute Spiele wie in Wokern, wenn nichts herausspringt. Mit dieser moralischen Stärkung sollte Lüssow am kommenden Freitag zu schlagen sein.

Der ETSV spielte mit: Quasdorf, Westphal, Hanke, Köhler, Lübstorf, Kulms (Thurau), Voigt, Ziemann (Wittenburg), Schröder (Berner), Thalmann, Ramm

Frank Brunsendorf

 

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