08.09.2017: KSG Lalend./Wattm. – ETSV Güstrow 2:5 (2:2) PDF Drucken E-Mail
Heute war nicht nur Lalendorf der Gegner, sondern auch das norddeutsche oder auch in diesem Jahr allgegenwärtige „Schietwetter“. Je näher der Anpfiff kam, umso besser hellten sich die Gesichtszüge bei Coach Schreiner auf. Denn es stießen noch unerwartet einige Spieler zum Team hinzu, die eigentlich nicht anvisiert waren. Doch dieser positive Aspekt trug nicht unbedingt zur Belebung des Spiels bei. Zu unkonzentriert und eine falsche Umsetzung der vorgegebenen Taktik spiegelten sich im Spiel der Lokelf. Immer wieder nutzten die Lalendorfer dieses und setzten den ETSV mit langen Bällen über das Mittelfeld hinweg unter Druck. Beeindruckend war auf Lalendorfer Seite ihr Zweikampfverhalten.

So hatten auch die Lalendorfer die ersten Chancen im Spiel, doch ihnen fehlte zum Glück die Kaltschnäuzigkeit zum Torerfolg. Doch in der 24. Minute war es dann soweit. Einen Freistoß aus 22 Metern konnte Olli Martens nur noch an die Unterlatte lenken, von wo aus der Ball im Netz landete. Das war wohl der Weckruf für Lok. Die Angriffe wurden nun energischer vorgetragen. Belohnung dafür war der Ausgleich in der 31. Minute. Eine Flanke von Paszek nutzte Thoms mit wuchtigem Kopfball aus 5 Metern eiskalt.
In der 34. Minute konnte sich Burchardt gegen 2 Lalendorfer im Strafraum behaupten und legte kontrolliert auf Schult ab und der nahm Maß und hämmerte die Kugel volley nehmend ins Dreiangel. Statt konzentriert in die Halbzeitpause zu gehen, pennt die Abwehr nochmals. Zu hoch stehend konnte ein Lalendorfer sich bis in den Strafraum durchsetzen, wo er von Wohlfeil nur noch durch ein Foul am Torabschluss gehindert werden konnte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Streb ohne Mühe und so ging es mit einem 2:2 in die Pause.

Auch die „Ansage“ des Trainers in der Halbzeit fruchtet anfangs der 2. Halbzeit noch nicht. Zum Glück stand die Abwehr jetzt tiefer in der Aufstellung und dadurch wirksam besser. Nur die Räume im Mittelfeld wurden noch zu wenig genutzt.
Gefahr für das Lalendorfer Tor entstand immer dann, wenn Lok zu Standardsituationen kam. Schult zirkelte immer wieder die Freistöße und Ecken mit dem notwendigen Dampf gekonnt in Richtung unserer Spieler. So einen Eckball verwandelte Slawo Paszek mit einem Kopfball in der 61. Minute zur erneuten Führung, pure Erleichterung auf Seiten der Schwarz-Roten aus der Kreisstadt.
Nur eine Minute später war Schult wieder im Mittelpunkt. Alleine auf den gegnerischen Torwart zulaufend wurde er vom Schiri wegen angeblicher Abseitsstellung zurück gepfiffen, sehr fraglich diese Entscheidung. Doch zum Glück klappte es in der 65. Minute mit dem nächsten Torerfolg. Ein Déjà-vu zum vorherigen Tor. Ein Freistoß von Schult verwandelte dieses mal Babiarz mit wuchtigem Kopfball ins Dreiangel und ließ dem Keeper keine Abwehrchance.
Jetzt war die Moral der Lalendorfer endgültig gebrochen. Daher war es für Paszek in der 68. Minute nicht schwer genau Maß zu nehmen und den Ball aus über 20 Metern unter die Latte zum Endstand von 5:2 für Lok zu hämmern.

Fazit:
Der ETSV tat sich lange sehr schwer gegen robuste Lalendorfer. Nachdem die Abwehr besser stand fand Lok ins Spiel zurück. Mit Stefan Schult hatte Lok heute einen entscheidenden Mann auf seiner Seite.
Aufstellung: Martens, Wohlfeil, Schultze, Schmidt, Ahlberg, Mater, Bitterling, Babiarz, Thoms, Schult, Burchard, Paszek, Murr, Brück, Pawlak

Frank Brunsendorf

 

© ETSV Güstrow – Alle Rechte vorbehalten.