02.06.2017: SV Jördensdorf – ETSV Güstrow 3:1 (1:0) PDF Drucken E-Mail
Die Mannschaft von Lok wurde vor dem Spiel eigentlich genug über den heutigen Gegner gebrieft bzw. auf dessen Spielweise eingestellt. Doch es sollte anders kommen als geplant. Der große Platz war eigentlich prädestiniert für beide Teams ihre Spielweise umsetzen zu können. Auf der einen Seite hatte Lok genügend Platz um ihr druckvolles Spiel aufzuziehen und auf der anderen Seite hatte Jördensdorf viel Platz um ihre schnellen Konter zu fahren.
Lok begann wieder sehr furios. Bremer wurde klug von Paszek angespielt, doch er scheiterte in der 3. Minute frei vor dem Keeper der Gastgeber.

Dann der 1. Rückschlag. Außenverteidiger Schmidt musste mit muskulären Problemen das Feld verlassen. In der 13. Minute die letzte Aktion von Paszek. Seinen Schuss aus halbrechter Position kann der Torwart gerade noch abwehren. Dann musste auch er mit den gleichen Problemen ausgewechselt werden. Ab jetzt hatte Lok keinen Wechsler mehr.
Trotzdem hatte Lok in der Folgezeit viele gute Gelegenheiten in Führung zu gehen. Zuerst scheiterte Babiarz mit einem Hechtflugkopfball sehr knapp und dann traf Bremer aussichtsreich stehend den Ball nicht richtig.

Lok machte sich zunehmend zu offen in der Defensive und dass nutzte der Gastgeber aus. Lok unterschätzte anscheinend die Qualität der Konter und plötzlich stand Ludwig alleine vor Güldenpenning und vollendete zur überraschenden 1:0 Führung.
Lok wollte dagegen halten und hatte auch in der Folgezeit Chancen zum Ausgleich. Murr konnte eine Kopfballvorlage von Paszek aus 5 Metern nicht nutzen.
Kurz vor der Pause unterschätzte Güldenpenning im Herauslaufen die Geschwindigkeit des gegnerischen Stürmers und hätte den Zweikampf beinahe verloren. Zum Glück wurde der Ball zu weit nach außen getrieben, ansonsten hätte der Stürmer das leere Tor vor sich.

Nach der Halbzeit änderte sich nichts am Spielgeschehen. Lok machte das Spiel und Jördensdorf stand sehr tief und lauerte auf Konter. Genau so einen Konter fuhren sie in der 55. Minute. In Überzahl und mit hoher Geschwindigkeit überrollten sie das Mittelfeld und Kühne ließ sich freistehend die Chance nicht nehmen und schloss zur umjubelten 2:0 Führung ab.
Auch jetzt gab sich Lok noch nicht geschlagen. In der 60. Minute endlich mal ein konsequenter Abschluss von Babiarz, der den Ball direkt aus der Luft verwandelte.
Lok spielte jetzt nach dem Motto „Alles oder Nichts" und warfen alles nach vorne. In der 63. Minute noch eine gute Gelegenheit von Bremer. Doch sein Freistoß aus 20 Metern konnte der Keeper gerade noch über die Latte lenken.
Doch die Seifenblase der Hoffnung zerplatze in der 69. Minute mit den 3: 1 Treffer für die Gastgeber. Dieses Mal schloss Balz den Konter in Überzahl eiskalt ab. Das war es heute für Lok.

Fazit: Heute hat nicht die bessere, sondern die clevere Mannschaft gewonnen. Wenn man vorne keine Tore schießt, dann ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann der Gegner das gnadenlos ausnutzt.

Aufstellung: Güldenpenning, Bremer, Schultze, Schmidt, Westphal, Dzubiel, Bitterling, Martens, Paszek, Babiarz, Murr, Mauer, Pawlak

Frank Brunsendorf

 

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