19.05.2017: ETSV Güstrow – Bölkower SV 4:1 (3:0) PDF Drucken E-Mail
Bei solch einem Wetter könnte man sich eigentlich was Besseres vorstellen, als auf dem Rasen um Tore und Punkte zu kämpfen. Doch den Zuschauern gefiel das so und hatten am Rande ihren Spaß. Auf dem Platz legte Lok gleich los wie ein „gepimter" ICE der neuersten Generation. Die beiden Jungs von der polnischen Staatseisenbahn (PKP) hatten ihre beste Steinkohle in den Kessel geworfen und erzeugten damit sehr viel Dampf. Mit ihren Doppelpässen konnten sie mühelos den in ihren Weg geworfenen Hemmschuhe bzw. Radvorleger umfahren.

Da war das 1:0 in der 11. Minute durch Slawo Paszek folgerichtig. Einen Pass von Jaro Babiarz nahm er direkt und ließ Steinbrink im Bölkower Tor keine Chance. Der „Lokplatz" kam einen vor wie ein Schienestrang, auf dem nur in eine Richtung gefahren wird. Auch die „Mitarbeiter" der DB AG mischten munter mit. Der heute im vorderen Zugteil aufgestellte Bremer oder auch z.B Mater aus den hinteren Abteilen machten der Lok weiter Druck auf den Kessel.
Manchmal war die Geschwindigkeit zu groß, den der heute gut pfeifende Schiri Prahl pfiff einige Angriffe wegen angeblich zu hoher Geschwindigkeit (Abseits) ab. Er wirkte in diesen Momenten wie ein Aufsichtsbeamter vom Eisenbahn Bundes Amt (EBA), der die DB AG zu Unrecht bestafte. In der 25. Minute schlug wieder einer von der PKP zu. Bremer überflankt die gesamte Abwehr und der am linken Puffer stehender Babiarz brauchte nur noch die Fußspitze hinhalten und es stand 2:0 für Lok. Es ging aber auch umgekehrt. So konnte sich Mike Schmidt von der DB AG sich als (Fahrkarten-) Knipser auszeichnen und schloss eine tolle Kombination in der 31. Minute zum 3:0 ab.

Die 2. Halbzeit verflachte dann logischerweise, man wollte die wertvolle Kohle wohl nicht endlos verheizen. Dafür war das Spiel der Lokelf zu überlegen und die Temperaturen taten ein Übriges. Die Gäste Kamen kaum über die Mittellinie. Wenn doch, standen die DB Security Leute um Dzubiel, Westphal und Co. Im Weg und räumten wie die „Bahnräumer" (vorderes Teil am Triebfahrzeug) alles ab.
Babiarz legte dann mit seinem 7. Saisontor noch einen drauf, nachdem die Mittelfeldleute die Weichen wieder einmal richtig gelegt hatten.
Alle wollten jetzt eigentlich nur noch in den Mitropaspeisewagen, um den Getränkehaushalt wieder in die Spur zu bringen. Doch da hatten 2 Spieler den Wagen mit dem Schlafwagenabteil verwechselt. Eine harmlose Flanke wollte Dzubiel mit dem Kopf retten. Da er aber nicht ankam zog er den Kopf ein und irritierte Güldenpenning im Tor derartig, dass er den Ball unterlief und hinter im Tor landete.
Aber keine Panik, das war es aber auch gewesen mit den Bölkowern, die Signale standen weiter nur in Richtung Bölkower Tor. Aber eigentlich wollte wohl so keiner mehr richtig. Bölkow hatte keinen Auswechsler mehr und Lok wirkte auch sehr müde. Schließlich hatte der Aufsichtsbeamte ein Einsehen und beendete das ungleiche Spiel.

Fazit: Ein überzeugender Sieg, der auch bei mehr Konzentration wesentlich höher ausfallen können. Bei diesen Temperaturen haben alle Beteiligten gelitten.

Aufstellung:
Güldenpenning, Dzubiel, Westphal, Schultze, Schmidt, Mater, Bitterling, Martens, Paszek, Bremer, Babiarz, Hanke, Mauer, Pawlak

Frank Brunsendorf

 

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