05.05.2017: ETSV Güstrow – SG Güstrow/Liessow 1:0 (1:0) PDF Drucken E-Mail
Miserables Wetter, wenig Zuschauer, schwaches Spiel. Das wäre die Kurzzusammenfassung dieses Spiels. Aber jetzt von Anfang an. Bis eine Minute vor dem Anpfiff stand die Aufstellung des ETSV noch nicht fest. Das lag nicht an der fehlenden Strategie des Trainers, sondern an der Anwesenheit/Ankunft der Spieler.
Von Spielbeginn an wollte Lok keinen Zweifel aufkommen lassen, wer heute als Sieger vom Platz gehen sollte. Die Gäste zogen sich weit zurück und Lok kam damit mit zunehmender Spielzeit immer schlechter zurecht. Statt über die Außenpositionen die Abwehr auszuhebeln, sah der immer mehr konsternierte Trainer Spielzüge durch die Mitte oder lange Flanken über das Mittelfeld hinweg.

Das so eine lange Flanke über die Abwehr hinweg das Spiel in der 22. Minute entscheiden sollte, war nur der individuellen Stärke von Paszek zu verdanken. Der lang gezogene Pass von Schultze erreichte Paszek und der überlistete den herauslaufenden Keeper mit einem gekonnten Heber. Das war eine super Einzelaktion.

Mit der Einwechslung von Babiarz kam danach frischer Wind in die Angriffsbemühungen von Lok. In den Folgeminuten scheiterten Babiarz am Pfosten, Bitterling und Paszek alleinstehend vor dem Torwart. Danach jedoch verfiel das Spiel wieder in die alten Strukturen und die Offensivbemühungen verpufften. Man merkte den Spielern danach die zunehmende Verunsicherung an und es klappten die einfachsten Spielzüge nicht mehr.
Großes Glück in der 33. Minute für Lok, nachdem Dzubiel einen Blackout hatte. Sein Pass landete direkt vor die Füße des allein stehenden Stürmers der SG. Doch er scheiterte am herauslaufenden Bua Güldenpenning im Loktor.

Auch in der 2. Halbzeit änderte sich nichts an der Spielweise des Gastgebers. Torchancen wurden zunehmend Mangelware. Das Spiel verflachte und alle waren froh, als der Schiri Runge endlich abpfiff und Lok 3 Punkte auf der Habenseite verbuchen konnte.

Fazit: Ein niveauarmes Spiel mit einem verdienten Sieger. Am Ende zählen nur die 3 Punkte. Mehr konnte man aus diesem Spiel nicht herausziehen. Leider mußten auch Ramm und Mauer der Dauerbelastung der letzten Wochen Tribut zollen und fielen auf Grund von muskelären Problemen aus, die der Personalgesamtsituation bei Lok sicherlich nicht dienlich sein werden.

Aufstellung: Güldenpenning, Ramm, Westphal, Schultze, Schmidt, Mater, Bitterling, Martens, Paszek, Dzubiel, Babiarz, Labus, Mauer, Pawlak

Frank Brunsendorf

 

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