28.04.2017: ETSV Güstrow – LSG Lüssow 0:1 (0:0) PDF Drucken E-Mail
Das absolute Spitzenspiel hielt alles was es versprach. Von Beginn an war ein enormes Tempo im Spiel. Man merkte beiden Teams an, dass sie sich an starken Gegner steigern und eine Topleistung abrufen können. Nicht nur das Tempo war augenscheinlich, auch die spielerischen Komponenten kamen nicht zu kurz. Ein langes Abtasten gab es also nicht. In der 5. Minute tauchte plötzlich Martens alleine vor dem Tor auf, doch sein Abschluss kam zu früh und verpuffte somit.
Nur zwei Minuten später rettete Güldenpenning auf der Gegenseite im letzten Moment, als er den Ball auf der Linie geraden noch fixieren konnte.
Babiarz hätte sich in der 10. Minute als Torschütze eintragen lassen können. Eine tolle Kombination und eine gute Flanke nahm er mit der Brust mit und der folgende Abschluss strich kanpp am Pfosten vorbei. Das war die beste Gelegenheit im bisherigen Spielverlauf.

Das Spiel wog nun hin und her. Auf der einen Seite hatte Bitterling eine gute Schussgelegenheit, auf der anderen Seite rettete Güldenpenning großartig gegen einen durchlaufenden Lüssower mit Fußabwehr. Obwohl beide Abwehrreihen sicher standen ergaben sich trotzdem viele Gelegenheiten zum Torerfolg.
In der 28. Minute feierten schon einige die Führung für Lok. Doch der heute überragend pfeifende Schieri Martin Haack pfiff ein Foulspiel bei einen schnellen Konter, nachdem der Ball im Tor landete. Aber zu Recht gab es durch den „Vorteil“ eine Abseitsposition und entschied daher auf Freistoß.

In der 2. Halbzeit blieb das Tempo zunächst weiter hoch, was eigentlich kein Team über die gesamte Spielzeit halten könnte. In der 46. Minute wieder eine gute Chance der Gastgeber. Bei einer scharfe Flanke/Pass in den Fünfmeterraum griff keiner ein und der Ball strich erdenklich knapp am rechten Pfosten vorbei.
Mit zunehmender Spielzeit wurde das Mittelfeld von beiden Teams immer schneller überbrückt. Vor allem bei der Loktruppe machte sich das hohe Durchschnittsalter (47, 8 Jahre) so langsam bemerkbar.
In der 55. Minute dann die Entscheidung im Spiel. Eine eher verunglückte Flanke von Tolksdorf landete genau im Tordreieck. Güldenpenning machte sich zwar noch sehr lang, aber hatte keine Abwehrmöglichkeit gegen diesen „Sonntagsschuss“.
Nun warf Lok bis in die letzte Spielminute alles nach vorne, aber es sollte nichts mehr für einen Torerfolg reichen.

Fazit: Ein glücklicher Sieg der Gäste in einem Spiel mit sehr hohem Niveau für die KOL der AH Ü35. Dieses Spiel hätte keinen Verlierer verdient. Bei diesem Durchschnittsalter war es eine bemerkenswerte Leistung der Lokjungs. Nun muss Lok auf die Rückkehr seiner eher noch jungen Spieler warten, um nicht gänzlich auf Verschleiß zu fahren (was zurzeit sich aber an der Schmerzgrenze befindet).

Aufstellung: Güldenpenning, Westphal,Dzubiel, Martens, Ahlberg, Hanke, Mater, Bitterling, Paszek, Babiarz, Murr, Labus, Mauer, Ramm

Frank Brunsendorf
 

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