21.04.2017: TSV Thürkow – ETSV Güstrow 1:3 (1:2) PDF Drucken E-Mail
Mann mann mann, ist/wahr heute wieder was los. Diesen Spruch aus der Serie „Mord in Aussicht" passte wie die Faust aufs Auge. Ohne die Verstärkung von zwei Ü-50 Spieler wäre heute wohl gar nichts gelaufen. Dazu kam noch das eklige Wetter und der zu bespielende Rasen hatte auch schon bessere Zeiten erlebt. Beide Mannschaften begannen sehr verhalten. Die Gastgeber versuchten mit der Methode „Kick and Rush" ihre einzige Spitze T. Martinmaß in Szene setzen zu wollen. Lok hingegen versuchte es spielerisch. Beiden Teams gelang dieses zum Anfang nicht wirklich. Zum einen stand die Lokabwehr stabil und zum anderen konnte Lok ihre Spielweise den Platzbedingungen nicht anpassen.

In der 12. Minute das 1. Highlight im Spiel. Nach einem Eckball stieg Babiarz am höchsten in die Luft, doch der Kopfball strich knapp am Pfosten vorbei. Genauer machte es Jaro Babiarz in der 23. Minute. Ein Freistoß von Bremer landete genau auf seinem Kopf und diese Mal landete der Ball im Tor.
Kurz vor der Pause überschlugen sich plötzlich die Ereignisse. Zuerst säbelte der Güstrower Libero bei einem Abwehrversuch über den Ball. Tubandt nutzte die sich bietende Chance für die Thürkower. Er überwand mit Glück auch noch Güldenpenning im Tor und es stand plötzlich 1:1. Es war die 1. reelle Chance der Gastgeber!
Doch Lok trotzte und schlug postwendend zurück. Wieder einmal musste ein Freistoß her. Dzubiel zirkelte den Ball gefährlich in den Strafraum. Zuerst scheiterte Bitterling mit einem Schuss, doch den Abpraller versenkte Mater mit aller Wucht (Kopfball) zur erneuten Führung.

Der Coach Schreiner hatte in der Halbzeit mit den Jungs einigen Gesprächsbedarf. Zu Beginn der 2. Halbzeit schien dieses auch zu fruchten. In der 45. Minute spekulierte Slawo Paszek (mit all seiner Routine) auf einen lang geschlagenen Pass. Den Ball konnte er seinem Gegenspieler „abluchsen" und dann ließ er in einem Solo Gegenspieler und Torwart keine Gelegenheit zur Abwehr und schoss gekonnt zum 3:1 für Lok ein.
Statt jetzt das Spiel kontrolliert zu gestalten, ließen sie sich auf die Taktik der Thürkower ein. Mit viel Hektik und Gestochere brachten sie sich das eine und andere Mal in arge Verlegenheit. Lok versuchte es nur noch mit Kontern für Entlastung zu sorgen. Mit mehr Konzentration wäre vielleicht noch ein Tor gelungen.
Doch die Thürkower drängten weiter in Richtung Tor. In der 68. Minute dann ein berechtigter Elfmeterpfiff. Martens traf leider Ball und Gegner, der in dieser Szene sich auch sehr spektakulär fallen ließ.
Den fälligen Strafstoss parierte aber Güldenpenning aber in so einer Manier, dass Bundesligatorleute es nicht besser hätten machen können. Selbst die Thürkower Zuschauer staunten nicht schlecht.

Leider half das nicht um das Lokspiel zu beruhigen. Der Thürkower Spieler Meier (4) provozierte immer wieder durch versteckte Fouls und in der 70. (!) Minute kam es dann zum unrühmlichen Schlusspunkt. Wieder foulte Meier mit einem Beinstellen abseits des Spielgeschehens und Bremer konnte seine Emotionen leider nicht kontrollieren und rammte ihn von hinten um. Kurioserweise bekam nur Bremer die rote Karte gezeigt, der Thürkower hätte sie alle Male verdient. Danach beruhigten sich die Gemüter allmählich und Schiri Runge pfiff dann auch kurz darauf das Spiel ab.

Fazit: Ein zum Schluss teuer (im wahrsten Sinne des Wortes) erkämpfter Sieg. Unruhe und fehlende Coolness machten das Spiel und den Sieg des ETSV zum Ende nicht gerade ansehnlich. Herausragend im Team waren heute Ecki Mauer (dürfte schon in einer Ü-60 Mannschaft mitspielen!!!) und Jaro Babiarz mit ihrer kämpferischen Einstellung.

Aufstellung: Güldenpenning, Bremer, Schultze, Schmidt, Martens, Mater, Bitterling, Voigt, Mauer, Paszek, Babiarz, Dzubiel

Frank Brunsendorf
 

© ETSV Güstrow – Alle Rechte vorbehalten.