12.08.2016: ETSV Güstrow – Güstrower SC 4:0 (1:0) PDF Drucken E-Mail
Aua hah sagte sich das Trainerteam, als sie die Anzahl der heute zur Verfügung stehenden Spieler sahen. Kurzfristig konnte noch Toni Thurau von der Ü50 - Mannschaft überzeugt werden, als Reservespieler zur Verfügung zu stehen. Mit Wolfgang Hanke hatten sie dann den 2. Spieler aus dem Ü50 – Team des ETSV.
Da auch der GSC nicht die vermeintlich beste Truppe auf dem Platz hatte, sollte es ein interessantes Match werden. So jedenfalls sah die Theorie aus.

Es gab kein langes Abtasten in diesem Spitzenspiel vor über 100 Zuschauern. Lok wollte mit enormem Druck beginnen und durch Pressing den GSC nicht zur Entfaltung kommen lassen. Das gelang auch super. In der 5. Minute vertändelte die Gästeabwehr leichtfertig den Ball und Bitterling bediente den völlig frei stehenden Bremer. Der war so überrascht, dass er den Ball nicht kontrolliert genug am Keeper vorbeischieben konnte. Was für eine Riesenchance!
In der 17. Minute konnte Slawomir Paszek seine ganze Klasse ausspielen. Von der Mittellinie an zog er ein Solo auf, dass er mit einem 20 Meterschuss zur 1:0 Führung abschloss. Dieses Tor passte genau in die Strategie von Lok. Jetzt konnte man aus einer kontrollierten Abwehr heraus schnelle Konter setzten. Das die auch so klappte, lag auch an der grandiosen Leistung des nach Verletzung zurück gekehrten Libero Dzubiel.

Mit dieser Strategie begann Lok auch die 2. Halbzeit. Ein schneller Konter brachte in der 37. Minute das 2:0 für die Gastgeber. Bremer startete auf der linken Seite durch und sein Querpass landete vor den Füßen des freistehenden Leutners, der ohne Mühe den Ball in die Maschen einschob.Wenn ich hier kaum etwas über die Angriffe des GSC schreibe, dann spricht das schon Bände. Sie wollten zwar über mehrere Passagen in den Strafraum von Lok eindringen, was aber selten geschah und dann auch eher harmlos.

Besser machte es wieder einmal Lok. Mit ihren pfeilschnellen Kontern brachten sie die Abwehr des GSC das ein oder andere Mal in Schwierigkeiten. So hatten sie in der 47. Minute wiederum keine Chance, als Murr zum 3:0 erhöhte. Dieses Mal zog Bitterling auf der rechten bis zur Grundlinie durch und den Querpass vollendete Murr eiskalt.
In der 59. Minute dann der torreiche Schlusspunkt in dieser Partie. Ein Solo von Mater konnte Krywizniak nur durch ein unglückliches Handspiel unterbinden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Dzubiel ohne wenn und aber zum Endstand von 4:0 für die Jungs der Dampfeisenbahn. Zum Schluss durften auch noch die beiden „Männer mit Bärten" Thurau und Hanke noch ran und zusammen mit dem gesamten Team den Sieg feiern.

Fazit: Ein geiler Sieg des ETSV im Spiel gegen den Tabellenführer GSC 09. Der Sieg war nur durch eine super Einstellung der gesamten Truppe möglich. Von der Nr. 1 bis zum Coach Santowski stimmte heute alles. Gegen die sogenannten „Großen" in der Staffel zeigt Lok seine besten Spiele. Erwähnenswert war trotz der Brisanz auch die Fairness in diesem Match.

Derbysieger spielte mit: Güldenpenning, Dzubiel, Schmidt, Martens, Westphal, Schultze, Mater, Bremer, Bitterling, Paszek, Leutner, Murr, Hanke, Thurau

Frank Brunsendorf
 

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