22.07.2016: LSG Lüssow – ETSV Güstrow 1:2 (0:1) PDF Drucken E-Mail
Zum derzeitigen Tabellenführer Lüssow ging heute die Reise des ein wenig ins Bremsen geratenen ICE's vom Borwinseck nach Karow. Es fehlte heute fast nichts (außer einige „Mitarbeiter des Teams mit Dampfbespannung"), um ein attraktives Spiel zu erleben. Die äußeren Rahmenbedingungen stimmten fast perfekt, wäre da nicht der nervige Fahrkartenverkäufer (Eintrittkassierer) der Gastgeber. Heute hatte der Dispatcher den richtigen Fahrplan für das Team ausgehändigt, denn Lok legte los wie ein ICE der 3. Ausbaustufe.

Die Mannschaft war im Bereich des Bordrestaurants (wichtiger Bestandteil in der Mitte des Zuges) mit einer Viererkette sehr gut aufgestellt, kaum eine Chance für Schwarzfahrer hier durchzuschlüpfen. In der 7. Minute hätte Schorni Murr die ICE-Truppe fast in Führung geschossen, doch er konnte aus Nahdistanz den Ball nicht mehr am Keeper vorbeispitzeln.
Leider gab es wohl nach 15 Minuten eine Störung in der Speiseleitung (Zuführung des Stroms für die Fahrleitung), denn der Zug kam ein wenig ins Stocken. Es lag wohl auch am Gegenzug aus Lüssow, der zeigen wollte, dass er nicht umsonst im Ranking ganz oben steht.

In der 20. Minute konnte Bua Güldenpenning einen Weitschuss gerade noch über die Bahnsteigüberdachung lenken. Die hohe Kunst der List zeigte Daniel Leutner in der 32. Minute. Er verwandelte einen Eckstoss direkt gegen den noch nicht unter Dampf stehenden Torwart (Fahrgastwechsel kurz zuvor wegen Verletzung) zur 1:0 Führung für Lok. Zu diesem Zeitpunkt keine unverdiente Führung der Gäste aus der Barlachstadt. Bis zum 1. planmäßigen Halt nach 35 gespielten Minuten passierte nicht mehr viel. Der ICE trudelte langsam zu seinem geplanten Boxenstopp ein, um unter anderem sein Bordrestaurant wieder aufzutanken.

Mit Einstellung der Fahrstraße und Fahrtstellung des Signals für die 2. Halbzeit, begann Lok seine geplante Reise in die Sommerpause, natürlich mit 3 Punkten im Gepäck, wieder aufzunehmen.
Zunächst verfehlte Babiarz mit einem Kopfball noch knapp das „Schließfach" der Einheimischen, doch in der 45. Minute machte er alles besser. Der Gepäckmitarbeiter hatte wohl keinen Euro parat um das Schließfach zu verriegeln, denn der Freistoß aus 20 Metern und halbrechter Position passte genau ins linke obere Eck.Jetzt sollten keine Bauarbeiten und Langsamfahrstellen mehr Lok im Wege stehen.

Doch ein doppelter Fehler in der Bremsanlage Verteidigung brachte das Schlitzohr Voßler ins Spiel. Der spekulierte wieder einmal richtig und konnte den Ball unbedrängt in den Loktunnel einschieben. Jetzt wurde die Fahrt ein wenig ruppiger.
Es bestand aber zu keiner Zeit die Gefahr, dass der Zug aus den Gleisen springen konnte. Auch wenn der Beamte von der Aufsichtsbehörde hier die Kontrolle ein wenig verlor und die Regelwerke nicht richtig auslegen konnte.

Jetzt schien auch noch die Klimaanlage auszufallen, denn Lok geriet zum Schluss ganz schön ins Schwitzen. Doch Bordchef Bitterling konnte seine Jungs planmäßig in den Bahnhof der 3 Punkte fahren und somit einen gelungenen Auftakt der Sommerpause realisieren. Die ICE-Chefs waren stolz auf die Truppe, haben sie doch ihren alten und gut aufgestellten Fahrplan wiedergefunden.

Fazit: Ein super Spiel von Lok in den ersten fünfzig Minuten, indem das Team die Kontrolle über das Spiel hatte. Schade, dass sie durch den Patzer Lüssow zurück ins Spiel geholt hatten. Aber dadurch wurde es ein unterhaltsames und spannendes Spiel für alle Beteiligten.Nun heißt es Sommerpause und bei einigen Spielern erst einmal Wunden lecken, um mit voller Kraft die letzten Spiele in Angriff zu nehmen.

Aufstellung: Güldenpenning, Bremer, Westphal, Martens, Schultze, Marter, Bitterling, Babiarz, Paszek, Leutner, Murr, Hanke

Frank Brunsendorf

 

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