08.07.2016: TSV Thürkow – ETSV Güstrow 0:2 (0:0) PDF Drucken E-Mail
Wenn der verflixte Dauerregen nicht allgegenwärtig gewesen wäre, hätte es heute ein Superspiel werden können. Trotz des angesprochenen Dauerregens präsentierte sich der Rasen in einem tadellosen Zustand. Nach den letzten eher dürftigen Vorstellungen war ein wenig Wiedergutmachung angesagt. Dementsprechend begann Lok sehr selbstbewusst und übernahm früh die Initiative in diesem Match.
Schon in der 9. Minute hätte Lok in Führung gehen müssen. Leutner tauchte völlig frei vor dem Gästekeeper auf und wollte den Abschluss suchen. Hätte er den besser postierten Paszek gesehen, wäre Lok wahrscheinlich in Führung gegangen. So verpuffte die Situation, denn Leutner konnte den Ball nicht im Tor unterbringen.
In der 24. Minute eine Schrecksekunde für Lok. Die bis dahin sattelfeste Abwehr um Libero Dzubiel wurde einmal ausgehebelt und der Ball landete im Tor. Doch der Schiri Schilling entschied auf Abseitsposition, welche sehr knapp erschien.
Bis zum Strafraum spielte Lok wieder top, dann aber flop. Ob Paszek, Suckow, Bremer oder Leutner, alle vergaben große Möglichkeiten. Trotzdem konnte es aber nur eine Frage der Zeit sein, wann das 1. Tor für Lok zu bejubeln wäre.

Aber man musste bis zur 2. Halbzeit warten, ehe die Erleichterung kam. Vorher hatte Thürkow noch eine Riesengelegenheit. Doch Lok hatte ja noch einen Güldenpenning im Tor, der diese Chance mit all seinem Können zunichtemachte. In der 43. Minute endlich die Erleichterung für Lok. Paszek setzte sich am Flügel super durch und seine Rückgabe landete am frei postierten Leutner. Dieses Mal machte er es besser und verwandelte eiskalt zur 1:0 Führung.

Knapp einige Minuten später hatte Martens eine Riesengelegenheit. Bitterling legte im Strafraum mit der Hacke auf Martens ab, der aber semmelte den Ball über die Latte. Hier hätte Bitterling egoistischer handeln müssen und selber den Abschluss aus 10 Metern suchen sollen.
Thürkow blieb gefährlich und hatte auch seine Chancen zum Ausgleich. Einige Male musste die Abwehr in höchster Not retten. Mit zunehmender Spielzeit wurde das Spiel hektischer, weil Schiri Schilling langsam die Kontrolle über das Spiel verlor. Viele zweifelhafte oder nicht geahndete Situationen deutete er falsch und brachte so unnötig Unruhe ins Spiel, was von beiden Teams eigentlich fair geführt wurde.

In der 55. Minute dann die Erlösung. Schultze marschierte in seiner typischen Art in den Strafraum und passte dann noch überlegt auf Bitterling. Der machte es unkompliziert und schob überlegt zum 2:0 Endstand ein.
Leider in den Schlussminuten noch eine gelb/rote Karte gegen Leutner. Hier lag der Schiri mit seiner Entscheidung völlig daneben. Er hätte eher auf einen Strafstoß entscheiden müssen, als auf eine angebliche Schwalbe (auf Zuruf!).

Fazit: Ein teilweise klasse Spiel von Lok. Wenn auch noch die Chancenverwertung besser klappen würde, kann Lok wieder ganz „oben" anklopfen. Die Abwehr konnte heute überzeugen.

Aufstellung: Güldenpenning, Dzubiel, Schmidt, Westphal, Schultze, Bremer, Martens, Bitterling, Suckow, Paszek, Leutner, Ahlberg

Frank Brunsendorf
 

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