01.07.2016: ETSV Güstrow – SV 90 Lohmen 1:1 (0:0) PDF Drucken E-Mail
Neues Spiel und altes Leid, so kann man dieses Spiel umschreiben. Ein Rasen, der den Namen nicht verdient hat, und eine Rumpftruppe (nur 1 Ersatzspieler) sollte gegen den „Aufsteiger" der Saison heute bestehen. Der ETSV versuchte von Anfang an das Kommando zu übernehmen und wollte Lohmen in seine eigene Hälfte drängen. Aber der angesprochene Platz und das Lohmener Team hatten etwas dagegen. Wenn Lok mal zum Strafraum durchkam, hatten unsere Stürmer es sehr schwer, den Abwehrriegel der Gäste zu knacken.

So spielte sich viel im Mittelfeld ab, wo keiner der Teams es so richtig schaffte, Torgefahr auszustrahlen. Es fehlte zunehmend die Laufbereitschaft, um Lohmen ernsthaft in Gefahr zu bringen. Zu starr wirkte die Offensive, so dass die Gäste ihr Umkehrspiel „langsam" organisieren konnten.
Zum Glück stand die Defensive von Lok und Lohmen konnte auch keine unmittelbare Torgefahr entwickeln. Kurz vor der Pause aber dann doch noch der 1. Aufreger. Einen Freistoß der Lohmener konnte Güldenpenning mit einer Riesenparade gerade noch entschärfen.

Nach dem Wechsel kamen die Hausherren besser ins Spiel, weil Lok läuferisch mehr investierte. Zwangsläufig ergaben damit auch Torgelegenheiten. In der 38. Minute rettete Oldie Arndt mit toller Parade. Aber in der 40. Minute war er chancenlos, weil ein Schuss von Paszek unhaltbar für ihn abgefälscht wurde. Die Erleichterung über die Führung war für Lok enorm, denn jetzt fiel augenscheinlich eine Blockade. Lok drängte auf die Entscheidung und berannte den Lohmener Strafraum. Doch gerade in dieser Drangphase fiel der Ausgleich. Was in der Kabine noch angesprochen und eigentlich verhindert werden sollte, trat jetzt ein. Die Defensive wurde vernachlässigt und die Gäste stachen blitzartig zu. Wie die Führung bei Lok glücklich entstand, so fiel der Ausgleich äquivalent. Auch hier wurde ein Schuss so abgefälscht, dass Güldenpenning keine Gelegenheit zur Abwehr hatte.
Dieser Ausgleich lähmte den Aufschwung im ETSV – Spiel so sehr, dass in der Folgezeit kaum noch etwas Konstruktives zu Stande kam. Wer den Ball hatte, wurde zur ärmsten Sau. Wenn man die Kugel endlich mal unter Kontrolle hatte, war keine Anspielstation mehr vorhanden. Auch Speedy Gonzales Schultze konnte durch sein enormes Laufpensum nichts mehr reißen. Die letzte Chance im Spiel hatte dann sogar noch Lohmen mit einem Kopfball auf die Querlatte.

Zum traurigen Abschluss dann auch noch eine schwere Verletzung eines Lohmener Spielers. Nach einem Zupfer eines Lokspielers kam er so unglücklich zu Fall, dass er sich wahrscheinlich den Ellenbogen brach und mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste. Der Schiri (nicht immer souverän wirkend) beendete daraufhin das Spiel folgerichtig, obwohl noch 5 Minuten zu spielen waren. Er traf damit seine beste Entscheidung des Spiels.

Fazit: Ein grausiges Spiel, das leider mit der Verletzung des Lohmener Spielers auch so endete. Wir alle wünschen ihm auf diesem Wege alles erdenklich Gute für seine schnelle Genesung. Zu unserem Team kann ich nur sagen: Mund abwischen und weiter geht's.

Aufstellung: Güldenpenning, Dzubiel, Schmidt, Westphal, Schultze, Bremer, Martens, Suckow, Murr, Paszek, Leutner

Frank Brunsendorf

 

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