03.06.2016: Bölkower SV – ETSV Güstrow 1:4 (0:1) PDF Drucken E-Mail
Mit nur 1 Auswechsler an Bord schien der Trip nach Bölkow nicht einfach zu werden. Aber auch Bölkow war „schwach" besetzt, sie hatten gar keinen Wechsler. So glich sich die Quantität fast aus, in der Qualität hatte aber Lok das bessere Team am Start. Mit dieser Erkenntnis sollten heute 3 Punkte drin sein. Wie erwartet übernahm Lok die Regie im Spiel und wollte schnell in Führung gehen. Aber wie in den vergangenen Spielen das gleiche Leid, bis zum Strafraum sehr gefällig, aber dann tote Hose.

In der 15. Minute lag der Torjubel schon auf den Lippen der Lokspieler, doch der Keeper lenkte einen Kopfball von Jaroslaw Babiarz gerade noch um den Pfosten.
Nur zwei Minuten später ein Déjà-vu, ein Kopfball von Babiarz verfehlte wieder knapp das Ziel.
Tatsächlich konnte auch Bölkow kleine Akzente setzen und wäre in der 27. Minute fast in Führung gegangen. Doch D. Witte scheitert frei an Bua Güldenpenning. Im Gegenzug wieder Babiarz im Mittelpunkt des Geschehens. Immer wieder toll von Paszek oder Suckow in Szene gesetzt, scheiterte er wieder am Keeper. Dieses Mal schloss er aus 10 Metern volley ab, aber der Keeper stand goldrichtig und vereitelte dem ETSV die Freude an der Führung.
Aber in der 32. Minute war er machtlos gegen Babiarz. Ein Freistoß von Dzubiel brachte Paszek in den Fünfmeterraum und dort verwertete Babiarz diese Chance mit dem Kopf zur erlösenden 1:0 Führung.

Mit dieser Erleichterung der verlorenen Torflaute konnte Babiarz in der 2. Halbzeit noch richtig aufdrehen. Als ob er seine ganzen Hemmnisse über Bord geworfen hätte, schlug er in der 44. Minute wieder zu. Eine tolle Flanke von Schultze über die gesamte Abwehr nahm Bitterling gekonnt auf, legte quer und Jaro schob locker zur 2:0 Führung ein.
Die Abwehr des ETSV hatte wenig zu tun, mußte aber stets auf der Hut sein, Leichtsinnigkeit wäre bei dieser knappen Führung heute fatal. Als Babiarz in der 48. Minute wieder zuschlug, waren alle Messen gesungen. Sein siamesischer Zwilling Slawo Paszek spielte ihn super an und er schloss nach einem tollen Solo eiskalt zur 3:0 Führung ab.

Mit zunehmender Spielzeit ergaben sich immer mehr Räume und Chancen für Lok. In der 55. Minute fast wieder Babiarz, doch sein Schuß wird von einem Verteidiger auf der Linie gerade noch so abgewehrt. Auch Libero Dzubiel hatte eine gute Chance mit einem Kopfball und Pawlak frei vor dem Keeper, doch sie vergaben.
Besser machte es Suckow in der 66. Minute. Ein Paß von Paszek landete bei ihm und er verwertete ohne Mühe aus gut 10 Metern zur 4:0 Führung.
Fast mit dem Schlusspfiff und vor allem völlig unnötig erzielte Bölkow doch noch sein Tor. Rößler schloss mit einem Schuß in den Winkel (zeigte hier sein ganze Routine ohne Bedrängnis) zum 1:4 Endergebnis ab.

Fazit: Ein ungefährdeter Sieg gegen müde wirkende Gastgeber, die ohne Wechsler auskommen mußten. Mir mehr Konzentration hätte der Sieg wesentlich höher ausfallen können.

Aufstellung: Güldenpenning, Martens, Dzubiel, Schmidt, Westphal, Schultze, Bremer, Bitterling, Suckow, Paszek, Babiarz, Pawlak

Frank Brunsendorf
 

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