13.05.2016: Güstrower SC – ETSV Güstrow 2:1 (0:0) PDF Drucken E-Mail
Es gab wohl noch nie ein AH-Spiel, in dem man 4 € Eintritt zahlen musste. Das hatte nichts mit dem Ortsderbycharakter zu tun, sondern war dem Parallelspiel des Verbandsligateams vom GSC 09 geschuldet. Dieses ewige Ortsderby versprach ein rassiges und niveauvolles Spiel zu werden, denn es spielte der Tabellenzweite gegen den Tabellendritten. Doch um es vorweg zu nehmen, es hielt es nicht! Beiden Teams tasteten sich erst einmal ab, bevor sich Chancen ergaben. Die 1. Gelegenheit hatte der Gastgeber. In der 15. Minute konnte Dzubiel gerade noch so einen Kopfball von Röpcke auf der Linie abwehren.
In der 30. Minute strich ein Freistoß von Dzubiel knapp über die Torlatte, das war es auch schon in der 1. Halbzeit. In beiden Teams lief der Ball gefällig durch die Reihen, doch am Gegners Strafraum war dann immer Schluss mit lustig.

In der 42. Minute das 1. Highlight im Match. Murr wurde im Strafraum völlig überflüssig gefoult und es gab berechtigterweise Strafstoß für Lok. Diese Gelegenheit ließ sich Dzubiel nicht nehmen und verwandelte eiskalt zur 1:0 Führung.
Die Freude hielt nicht lange. Auf ein lang in der Luft sich aufhaltenden Ball reagiertes Güldenpenning nicht und deswegen verharrte die Verteidigung in sich. Dadurch kam Schröder völlig frei zum Kopfball und vollendete mühelos zum 1:1 Unentschieden.
In der 51. Minute hätte Mater Lok wieder in Führung schießen können, doch sein Piekeschuss aus Nahdistanz landete leider nicht im Tor.
In der 52. Minute wieder eine schläfrige Verteidigung des ETSV. Röpcke nutzte dieses rigoros zur 2:1 für den GSC.
Lok wollte natürlich den Platz nicht als Verlierer verlassen und warf alles nach vorne. Es ergaben sich noch Gelegenheiten für Suckow und Mater, entweder es fehlten Zentimeter oder der Keeper war zur Stelle.

Doch es waren zu große Löcher im Mittelfeld, die nicht mehr geschlossen bzw. überbrückt werden konnten. Der GSC verwaltete nun geschickt die Führung und versuchte mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Doch beide Teams schienen platt zu sein und konnten keine entscheidenden Akzente mehr setzen.

Fazit: Ein glücklicher Sieg für die Gastgeber in einem Spiel, das keinen Sieger verdient hätte. Trotz der Niederlage (nach 26 ungeschlagenen Spielen!!!) gab es positives zu sehen. Auch wenn spielerische Defizite zu sehen waren, stand heute eine Truppe auf dem Platz, in der der Teamgeist wieder im Vordergrund stand.

Aufstellung: Güldenpenning, Martens, Dzubiel, Westphal, Schultze, Mater, Krumm, Bitterling, Suckow, Paszek, Murr, Schmidt, Bremer, Pawlak

Frank Brunsendorf

 

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