03.10.2015: Endrunde Kreismeisterschaft Ü 35 in Reinshagen PDF Drucken E-Mail
Die hoch gesteckten Ziele schwanden ein wenig im Vorfeld, da gleich 4 Stammspieler (Martens, Krumm, Mater, Leutner) fehlten. Trotzdem hatte Lok 13 Mannen an Bord, die sich hier heute toll präsentieren wollten. Der Spielmodus war heute jeder gegen jeden und 2 x 20 Minuten sollten die Partien andauern. Das 1. Spiel bestritt Titelverteidiger Kröpelin gegen Warnow/Papendorf. Dieses Spiel war geprägt von einer alten Rivalität. Beide Teams schenkten sich nichts in den Zweikämpfen, auf diesem "Rumpelrasen" manchmal ein wenig zu übertrieben. Leistungsgerecht trennten sie sich logischerweise 1:1 unentschieden.
Eigentlich hätten unsere Jungs wissen müssen, wie heute gespielt werden muß. Doch was unsere Jungs im 1. Spiel ablieferten, war genau das Gegenteil. Zu viel Angst vor der Courage? Folgerichtig überrannten uns die Papendorfer und zeigten uns mit dem 4:1, wie man heute Kreismeister wird. Der abolute Siegeswillen, gepaart mit geistiger Frische, war das Erfolgsrezept. Das Ehrentor durch Slawo Paszek war nur Kosmetikkorrektur, doch es war das schönste Tor des Tages. Gleich 5 Gegenspieler vernaschte er auf engsten Raum und schloß aus 5 Metern erfolgreich ab.

Im abschließenden Spiel ging es gegen den Titelverteidiger aus Kröpelin. Coach Santowski schwor die Truppe nochmals ein und seine Worte fanden anscheinend Anklang. Wie verwandelt präsentierte sich die Truppe und spielte so Fussball, wie wir es von ihnen gewohnt waren.
Gleich in der 5. Minute eine schöne Kombination, wo Suckow frei vorm Torwart auftauchte. Er spielte klug auf den besser postierten Murr und der schob die Kugel energisch zum Führungstreffer ein.
In der Folgezeit hatte Lok die besseren Möglichkeiten. Doch Suckow und Murr vergaben freistehend die sich bietenden Möglichkeiten. Auch Kröpelin kam des öfteren frei vor das Loktor, doch dort scheiterten sie kläglich.
Den Vizetitel fast in der Hand passierte dann doch das Unfassbare. In der letzten Minute tauchte plötzlich ein Kröpeliner frei vor Güldenpenning auf, weil Lok wieder einmal die Abseitsfalle falsch aufbaute. Die Sitaution war fast geklärt, weil der Kröpeliner an Güldenpenning nicht vobei kam (er soll den Angreifer festgehalten haben!?), pfiff der Schiedsrichter auf Strafstoss für Kröpelin. Eine sehr umstrittende und zudem sehr unglückliche Entscheidung gegen Lok. Diese Chance ließ sich Kröpelin nicht entgehen und er erzielten fast mit dem Schlusspfiff den 1:1 Ausgleich. Dieses Unentschieden bedeutet den Vizetitel für Kröpelin und den 3. Platz für Lok. Schade eigentlich, weil Lok das bessere Team war und sich mit dieser Leisung den 2. Platz verdient hätte.

Fazit: Es war heute mehr drin für Lok. Das letzte Spiel stimmte fast milde, wenn nicht die verflixte letzte Minute wäre. Ein abolut schlechter Rasen und ein schwaches Schiedsrichtertrio waren der Endrunde nicht würdig. Erfreulich waren die Gastgeber Reinshagen, die mit toller Unterhaltung (Musik und Gastronomie) für einen tollen Rahmen sorgten.

Lok spielte mit: Güldenpenning, Ahlberg, Schmidt, Pawlak, Ramm, Dzubiel, Westphal, Schultze, Bitterling, Labus, Murr, Paszek, Suckow

Frank Brunsendorf
 

© ETSV Güstrow – Alle Rechte vorbehalten.