18.01.2014: ETSV "Lok" Güstrow ist Hallenkreismeister 2013/14 PDF Drucken E-Mail

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Falls Fußball logisch ist, dann kommt hier der Beweis: Im Vorjahr war der ETSV Lok Vizemeister in der Halle. Dass er nun, zumal in Rostock-Marienehe, den Triumph perfekt machte, hatte also eine schlüssige Pointe. Und verdient war sie allemal!


Ob dieses oder jenes Spiel so oder so hätte ausgehen können, ist immer ein strittig Ding. Nur ein torloses Remis (Elmenhorst gegen Lüssow), auch die eklatanten Ausschläge (dreimal 0:4, wobei Vizemeister Lüssow bei seinem Debakel gegen den Sievershäger SV wohl schon zu Hause war) blieben rar - ansonsten standen die Partien zumeist auf Messers Schneide.
Emotionen bis hin zum Urknall (Feldverweis gegen einen RFC-Spieler, der dem Schiedsrichter erzählte, was der nicht wissen wollte), an der Seite von diesem und jenem Trainer auch maßlos übertriebene Veitstänze, Tore aus allen Lagen, pfiffige, akkurat platzierte Treffer - nein, dieses Endrundenturnier um die Hallenmeisterschaft der Ü35-Kicker des Kreisfußballverbandes Warnow besaß schon seinen Amüsements-Wert.

Der ETSV Lok gewann hochverdient. Zum Auftakt 3:1 gegen Lüssow, den späteren Vize. Als die Partien gegen Kühlungsborn (3:0), Pastow (2:1) und den Rostocker FC (2:1) eingetütet waren, reichte im vorletzten Spiel gegen den Sievershäger SV ein Sieg zur Meisterschaft. Der Pole Jarek Babiarz , seit zwei Jahren in Güstrow beheimatet, personifizierte das statuierte Exempel der ETSV-Überlegenheit: gedanklich blitzschnell und schussentschlossen obendrein. Dem Mann gelangen zwei Tore inmitten einer aufbegehrenden Sievershäger Mannschaft. Er zementierte einen letztlich ungefährdeten Turniererfolg: 19 Punkte, sechs Zähler Vorsprung auf Lüssow, mit 17 die meisten Tore und mit 7 die wenigsten Gegentreffer.

Lüssow also Zweiter, weil das Team nach dem 1:3 gegen den ETSV nicht zusammenbrach, sondern wacker seinen Weg ging: 3:1 gegen Fiko, 4:0 gegen Kühlungsborn, 2:1 gegen den Rostocker FC, 3:2 gegen Pastow. Schon vor dem letzten Spiel gegen Sievershagen (siehe oben) hatte Lüssow seine Punkte in der Scheuer.
Sollte die altehrwürdige Sporthalle in Rostock-Marienehe gänzlich ohne Lokalkolorit auskommen? Wenigstens Fiko, schwer in die Gänge gekommen (0:2 gegen Kühlungsborn, 1:3 gegen Lüssow, 2:2 gegen Elmenhorst), raffte sich nach dem 2:1 gegen Sievershagen noch zu zwei weiteren Erfolgen (3:2 gegen den RFC, 4:0 gegen Lüssow) auf, um mit 10 Zählern, aber auf Grund der mehr erzielten Treffer, den punktgleichen Rostocker FC auf Platz 4 zu verweisen. Für die Platzierten Elmenhorst (9 Punkte), Sievershäger SV (8), FSV Kühlungsborn (7) und das einzig sieglose Team aus Pastow (2) gab es wenig oder nichts zu feiern.
Für die Güstrower schon. Deren Trainer, Tino Schreiner ("Wir hätten uns diesen Erfolg nie träumen lassen"), wollte die Truppe auf seinem Hof vereinen: "Grillparty, was sonst?

Für Lok triumphierten: Axel "Bua" Güldenpenning, "Oli" Oliver Martens, Kapitano Dirk-Oliver Westphal, Andreas (Zitterling) Bitterling, "Super" Mario Dzubiel, "Iwan" Cristian Schultze, "Ali" Peter Ahlberg, "Huschebahnfahrer" Matthias Ramm, "Jaro" Jaroslaw Babiarz, "Polizeihaupt-Kreismeister" Andre Mater, "Schornie" Stephan Murr, "Tommy" Tom Suckow, Coach "Taxi" Tino Schreiner und "Salli" Andre Santowski

Quelle: Andreas Golz OZ-Sportbuzzer
 

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