06.10.2013: Endrunde Kreismeisterschaft in Laage PDF Drucken E-Mail

Mit dem 2. Platz im Endrundenturnier um die Fußball-Kreismeisterschaft der Alten Herren behauptete sich „Altkreis Güstrow-Staffelsieger“ ETSV Güstrow bei der Endrunde in Laage gut. Doch auch der Titelgewinn war drin. Nachdem die Zuschauer im ersten Spiel des Dreierturniers einen eher müden Kick zu sehen bekamen, keimte Hoffnung auf beim ETSV.

Lediglich knapp mit 1:0 gewann die LSV Wahrstorf gegen den ESV Lok Rostock, und das trotz leichter Dominanz nur durch ein Rostocker Eigentor. Damit war das Kursbuch für die Lok vom Borwinseck leicht geschrieben: Selbst gegen die so kraftlose Rostocker Lok mit zwei Toren Differenz gewinnen, und dann gegen Wahrstort einfach nur gut kontern...

Doch der ETSV tat sich schwer, musste zunächst einen Rückstand verkraften, der mit viel Glück nach einem Kopfball nur 0:1 lautete (5.). Der ETSV kam nur mühsam ins Spiel. Selami glich kurz vor dem Pausenpfiff in der 18. Minute mit einer verunglückten Flanke, die sich ins lange Eck senkte, aus und Bitterling brachte die ETSV-Lok nach einem schnellen und sehenswerten Angriff wieder auf Kurs (24.). Als Dzubiel mit einem tollen Distanzschuss gar auf 3:1 erhöhte (27.), lief anscheinend alles nach Fahrplan.

Doch eine Minute vor Abpfiff der zweimal 20 Minuten Fahrzeit patzte Schultze so böse, dass die bis dahin in der 2. Halbzeit ohne jeden Dampf laufende ESV-Lok nicht nur eine Schippe drauflegte. Nein, statt offensiv dem Gegner ein entschlossenes Stoppsignal zu setzen, waren sie wie Salzsäulen erstarrt. Sofort nach Wiederanpfiff überrumpelten die Mannen der „Brudermannschaft“ aus Rostock die Güstrower und ihnen gelang der völlig überraschende Ausgleich. Das anschließende Elfmeterschießen (wäre bei Punkt-Torgleichheit nach Turnierende zu Rate gezogen worden) ging nach jeweils fünf Schützen 5:5 Unentschieden aus.

Mit dem 3:3 war die schöne Ausgangsposition für den ETSV dahin und ins Gegenteil verkehrt: Jetzt konnte Wahrstorf im letzten Turnierspiel auf die Güstrower Fehler warten. Wahrstorf ging nach einem Freistoß sogar in Führung (13.), was Suckow vor der Pause mit überlegtem Heber wenigstens noch ausgleichen konnte. Nach dem Seitenwechsel machte der ETSV Druck, spielte und schoss sich zu mehreren guten Gelegenheiten (Krumm, Mater mit schönem Distanzschuss), indes, der Führungstreffer gelang nicht. Andererseits kam der ETSV bei Wahrstorfer Kontern stets ins Schleudern.

In der 26. Minute war es dann auch prompt passiert: Weil die Abwehrbremsen nicht energisch genug zupackten, konnte auch Güldenpenning nicht mehr als rettender Prellbock eingreifen - 1:2. Damit waren die Weichen in Richtung LSV-Meisterschaft gestellt, spielten die Wahrstorfer clever ihr Ding runter. Die Güstrower mussten bei ihren eher verzweifelten Bemühungen am Ende sogar noch aufpassen, dass sie nicht noch ein drittes Gegentor fangen, was ihnen auch Platz zwei noch vermasselt hätte.

So blieb dem ETSV wie im Vorjahr dem Güstrower SC der 2. Platz in der Kreismeisterschaft. Wahrstorf gewann nach Einführung der Warnow-Kreismeisterschaft 2010 zum zweiten Mal den Titel. Um die Endrunde 2013 hatte sich der Laager SV - damals selbst noch aussichtsreich im Rennen um den Staffelsieg - im Sommer beworben. Eine Austragung erstmals in Güstrow wäre aus Sicht des KFV denkbar gewesen, jedoch besitzt der ETSV in der Barlachstadt bekanntlich keinen eigenen Platz.

Fazit: Eine überragende Saison des ETSV endete mit einem 2. Platz bei den AH Ü 35 des KFV Warnow. Der Titel wäre heute im Rahmen des Machbaren gewesen, hätte diese unnötige Unentschieden gegen Rostock vermieden werden können. Im letzten Spiel hätte Lok dann die bessere Ausgangsposition, aber hätte, hätte...! Mit der Hallensaison zusammen war der ETSV sogar die beste Mannschaft des KFV Warnow, zwei 2. Plätze konnte im Durchschnitt keiner toppen. Viel Glück der Truppe im kommenden Jahr, denn das zweite Jahr (nach „Neubeginn“) ist immer das schwerste Jahr.

Für den ETSV traten an: Güldenpenning, Mauer, Hanke, Martens, Schmidt, Schultze, Selami, Waßmann, Riemer, Mater, Dzubiel, Wohlfeil, Bitterling, Krumm, Paslek, Babiarz, Suckow, Murr

Eckhard Rosentreter (Frank Brunsendorf)

 

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