06.03.2011: ESV Lok Rostock entführt die „Gläserne Lok“ PDF Drucken E-Mail

Mit einem knappen, aber doch verdienten 2:1 siegte der Eisenbahner Sport‐Verein aus Rostock im Finale des 5. Lokschuppenpokals und trägt sich damit nach 2009 zum zweiten Mal in die Ehrentafel dieses Turniers. Dabei kamen die Hansestädter nur schwer in Tritt und mussten das letzte Gruppenspiel gewinnen, um statt Platz Sieben das Halbfinale zu erreichen. In jenem überzeugten sie gegen den TSV Bützow mit 2:0.

Überraschender Zweiter des Lokschuppenpokals wurden die Freizeitkicker Kuhs. Nachdem sie im letzten Jahr gut aber weniger erfolgreich spielten, machten sie das am Sonntag ganz anders. Mit Marcell Fensch hatten sie einen ehemaligen Bundesliga‐Profi (je drei Jahre 1. FC Köln und DSC Arminia Bielefeld) in ihren Reihen und so spielten sie jetzt sehr gut und erfolgreich. Allerdings benötigten sie auch Glück, denn im Halbfinale schalteten sie den Vorjahrsvize K&K Team Suckow erst im Penalty‐Schießen mit 6:5 (2:2) aus.

Im kleinen Finale behielt der TSV Bützow (selbst zweimaliger Turniersieger des Lokschuppen Pokals 2007 und 2008) gegen die Suckower mit 3:0 die Oberhand. Dabei beklagten fast alle Mannschaften im Vorfeld den späten und vor allem Sonntagstermin. Zu dem schlug die Grippewelle um sich und lies kaum ein Team davon verschont. So starteten viele Vereine mit Rumpftruppen, die Bedingungen waren dennoch für alle gleich. Knapp 100 Zuschauer wollten die 27 Spiele sehen, auch hier wird die Konkurrenz der Outdoor‐Veranstaltungen deutlich.

Die FK Kuhs starten mit einem deutlichen und zwei knappen Siegen, leisteten sich in ihrem letzten Spiel ein Remis und wurden deutlich Sieger in der Staffel A. Der ESV Lok Rostock verlor zum Auftakt gegen den ETSV, gewann gegen Liessow uns spielte gegen Kuhs remis. Im letzten Gruppenspiel kam es zwischen den FC Aufbau Sterberg und den späteren Turniersieger zum Showdown. Sternberg reichte ein Punkt zum Weiterkommen, hielt bis drei Minuten vor Schluss dagegen und glich Rostocker Führungen bis zum 3:3 immer wieder aus. Zum Ende reichte die Kraft jedoch nicht, denn Sternberg ging mit 3:7 baden und begrub wie im Vorjahr die Hoffnung Halbfinale mit dem letzten Spiel. Vor jenem Spiel hatte der gastgebende Titelverteidiger ETSV Güstrow die Spiele um die großen Plätze schon vergeigt gehabt. Im Eröffnungsspiel unterlag man Sternberg 1:4 und konnte einen 2:0‐Vorsprung gegen Kuhs nicht nutzen. 2:3 hatte die Güstrower Lok das Nachsehen und musste sich mit Platz 3 in der Staffel zu Frieden geben. Da nützte auch der höchste Tagessieg mit 12:0 über Liessow nur so viel, dass es Platz drei vor den punktgleichen Sternbergern wurde. Liessow wurde ohne Punkt Staffelschlusslicht.

In Staffel B war es von Beginn an drei Mannschaften, die um das Weiterkommen buhlten. Der TSV Bützow begann mit einem 3:1 über Titelverteidiger der „Roten Laterne“ SV Einheit Güstrow, schlug Thürkow 3:0 und den Güstrower SC 3:2. Das letzte Gruppenspiel war das einzige torlose Unentschieden und verhalf dem K&K Team Suckow den Bützowern in Halbfinale zu folgen. Suckow bezwang Thürkow mit 2:0, Einheit mit 4:1 und gegen den Güstrower SC reichte es zum 1:1. Das war genau ein Punkt mehr, als der GSC, der nach Sieg über Einheit und Thürkow auf 7 Punkte kam. Thürkow wurde mit nur einem Sieg vor Einheit Staffelvierter.

Der SV Einheit Güstrow hatte ja im Vorfeld versprochen, die „Rote Laterne“ nicht erneut zu gewinnen, dennoch standen sie nun im Spiel um eben jene. Doch geben sie Gas und erspielten sich Chance um Chance. Sie nutzten ihre Möglichkeiten zu einem deutlichen 4:1 Sieg über den neuen Inhaber der „Roten Laterne“, dem SV Aufbau Liessow/Diekhof.

Das Spiel um Platz Sieben war eines der ausgeglichensten überhaupt und endete 2:2. Im Penalty war der TSV Thürkow cooler und siegte mit 3:2 über den FC Aufbau Sternberg. Im Güstrow‐Derby um Platz Fünf war der ETSV dominanter und bezwang den GSC mit 3:0 in der regulären Spielzeit von 12:12 Minuten.

Der Spielplan:

Staffel A | ETSV – Sternberg 1:4 | Kuhs – Liessow 5:1 | ESV Rostock – ETSV 1:4 | Sternberg – Kuhs 1:2 | Liessow – ESV Rostock 3:9 | ETSV – Kuhs 2:3 | Sternberg – Liessow 8:2 | Kuhs – ESV Rostock 2:2 | Liessow – ETSV 0:12 | ESV Rostock – Sternberg 7:3

Staffel B | Einheit – Bützow 1:3 | Thürkow – Suckow 0:2 | GSC – Einheit 3:2 | Bützow – Thürkow 3:0 | Suckow – GSC 1:1 | Thürkow – Einheit 3:0 | Bützow – GSC 3:2 | Einheit – Suckow 1:4 | GSC – Thürkow 4:0 | Suckow – Bützow 0:0

1. Halbfinale: TSV Bützow – ESV Lok Rostock 0:2

2. Halbfinale: FK Kuhs – K&K Team Suckow 0:0, 6:5 n.P.

Spiel um die „Rote Laterne“: Liessow/D. – Einheit Güstrow 1:4

Spiel um Platz 7: TSV Thürkow – Aufbau Sternberg 2:2, 3:2 n.P.

Spiel um Platz 5: Güstrower SC 09 – ETSV Güstrow 0:3

Spiel um Platz 3: K&K Team Suckow – TSV Bützow 0:3

Spiel um die „gläserne Lok“: ESV Lok Rostock – FK Kuhs 2:1

Bei der immer mit Spannung erwarteten Siegerehrung erhielten Vereine und Sportler folgende diverse Erinnerungspreise:

SV Einheit Güstrow: Urkunde zum wahren Stadtmeister der Hallensaison 10/11

Jens Krey (SV Aufbau Liessow/Diekhof): Bahnschranke

Dirk Zeiser (ESV Lok Rostock): der Hemmschuh (Bärendienst an das eigene Team)

Karsten Siatkowski (GSC 09): Gesicht ohne Nase (nicht ganz fair, aber fein)

K&K Team Suckow: die goldene Ananas (irgendwo hört es immer mit Pokalen auf)

Matthias Rackow (Sternberg): Akku‐Schrauber als Torschützenkönig, 10 Treffer

Zwischendurch erhielten verdienstvolle Goalgetter bei jedem elften Tor ein Fläschchen Sekt. Die Namen, die sich der Wettkampfleitung einprägten (weil einige öfter genannt wurden) werden hier aus Gründen des „guten Geschmacks“ natürlich nicht erwähnt.

Die Kader der einzelnen Teams:

ESV Lok Rostock: Jörg Fuchs, Remo Hendler, Jens Kusche, Markus Herdin, Steffen Burmeister, Kai Uwe Glause, Mathias Schulz, Ronny May, Dirk Zeiser, Christian Sokolowski

Freizeitkicker Kuhs: Volker Seewald, Hendrik Haak, Sven Rabold, Peter Josewich, Marcell Fensch, Sven Dieckelmann, Ronny Tolksdorf, Matthias Moll

TSV Bützow 1952: Maik Kellert, Jörg Ilgen, Silvio Skudel, Jörg Rickert, Torsten Trotz, Andreas Runge, Thomas Westenberger

K&K Team Suckow: Thomas Kernicke, Axel Güldenpenning, Steffen Peters, Thomas Papenhagen, Andre Burchard, Sebastian Stüwe, Steffen Krumm, Jörg Schnittke, Jörg Kurrasch, Andreas Reinke, Heiko Kurrasch

ETSV Güstrow: Rene Röpcke, Dirk Westphal, Dietmar Wittenburg, Matthias Ramm, Andreas Bitterling, Andreas Wohlfeil, Ibusch Selami, Mario Dzubiel, Carsten Waßmann

Güstrower SC 09: Sandro Krywizniak, Karsten Fischer, Bernd Glasow, Maik Schröder, Eckard Mauer, Andreas Plagemann, Ralf Rodenhagen, Karsten Siatkowski

TSV Thürkow: Rainer Seefried, Frank Meierkord, Ernst Feldmann, Enrico Peitz, Manfred Drücker, Reinhard Schmitz, Rene Mutschler, Dietmar Stamm

FC Aufbau Sternberg: irgendwohin verschwunden

SV Einheit Güstrow: Oliver Martens, Rene Raguse, Jörg Scherping, Alexander Malchow, Gunnar Sachse, Daniel Peters, Stephan Riemer, Jörg Bannier, Stephan Murr, Wolfgang Drews, Jürgen Heinrich

SV Aufbau Liessow/Diekhof: Jens Krey, Norbert Jedmin, Benno Keitel, Andreas Rosenow, Andreas Murken, Rainer Dygatz, Frank Puls

Der ETSV Güstrow möchte sich bei allen Sponsoren, ohne jene dieses Turnier nie in dieser Form durchführbar wäre, bedanken.

Olaf Kettner

 

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