12.09.2009: Vereinsjubiläum - Der ETSV beschenkte sich selbst PDF Drucken E-Mail

Zu seinem 60. Geburtstag hatten die Lokjungs mit der Altherren-Traditionsmannschaft des HSV einen namhaften Gegner ins Güstrower Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion eingeladen. Bei bestem Fußballwetter wollten etwas mehr als 200 Geburtstagsgäste den sportlichen Höhepunkt der Feierlichkeit miterleben. Nachdem beide Teams, wie von Eisenbahnern zu erwarten, mit einem kleinen Zug von Lokführer Andre Santowski zu den Wechselbänken gefahren wurden, liefen die Spieler mit den F-Jugendteams des PSV 90 und VfL Grün-Gold Güstrow auf. Die Ehrungen mit der Verdienstnadel des LFV in Silber für Frank Brunsendorf, Matthias Ramm, Andre Santowski und Norbert Heyn nahmen mit Carsten Waßmann und Dirk Westphal diejenigen vor, die jenes auch angeregt haben.

Pünktlich konnte das Schiedsrichtergespann um Norbert Heyn, Detlef Galda und Matthias Staben die Partie anpfeifen und der Gastgeber gab sofort richtig Gas. Mit viel Laufarbeit wurden die minimalen technischen Defizite wettgemacht und der ETSV kam durch Tom Suckow und Ibusch Selami zu Torchancen. Der beste Mann auf dem Rasen, HSV Keeper Marco Müller, wusste aber alle Möglichkeiten bis dahin zu vereiteln. Und so kam es, wie so oft im Fußball. Ein langer Ball rutschte Jens Köhler über den Scheitel und HSV Stürmer Andreas Merkle erzielte mit einem direkten Außenristschuss aus 15 Metern in der 19. Minute die glückliche 0:1 Gästeführung. Die Hamburger ließen weiterhin den Ball und die Güstrower laufen, jedoch wurde der ETSV im Mittelfeld mehr und mehr präsenter. Genau 10 Minuten nach der Führung gelang Andreas Wohlfeil, nach genauer Flanke von Matthias Ramm, per Kopf der viel umjubelte Ausgleich. Bis zum Pausenpfiff versäumten es die Gastgeber mehrere Male selbst in Führung zu gehen und dem guten spielerischen Auftritt in den verdienten Vorsprung umzumünzen.

Jenes gelang aber sofort nach dem Seitenwechsel. Eckball von Carsten Waßmann, per Kopf nur unzureichend von HSV Spieler Peter Lübeke geklärt und Ibusch Selami traf mit fulminantem Schuss zur 2:1 Führung in der 42. Minute. Weiterhin blieb der Gastgeber in der Offensive und legte durch eine Einzelleistung von Matthias Ramm zum 3:1 in der 46. Minute nach. Ein schöneres Comeback kann man sich wohl kaum vorstellen. Trotz der zahlreichen Wechsel blieb es eine interessante Partie, bei der der ETSV zahlreiche und die Gäste zwei Torchancen ungenutzt ließen. Bei nur vier Foulspielen, die der Unparteiische zu pfeifen hatte, war es wohl das fairste Spiel seit der Vereinsgründung vor 60 Jahren.

Auf beiden Seiten fehlten natürlich einige Spieler, beim HSV leider die in unserer Region bekannteren ehemaligen Stars. Mit einem gemeinsamen Erinnerungsfoto klang der sportliche Teil aus und es ging zum kulturellen über. Vielen Dank sagt der ETSV an alle Gratulanten!

Der ETSV spielte mit: Axel Güldenpenning, Wolfgang Hanke (ab 56. Holger Voigt), Dietmar Wittenburg, Jens Köhler, Tom Suckow (ab 59. Peter Ahlberg), Carsten Waßmann, Andreas Bitterling (ab 76. Swen Langschwager), Adrian Thurau (ab 48. Frank Ziemann), Andreas Wohlfeil, Olaf Hagemann (ab 20. Matthias Ramm, ab 53. Jörg Thalmann), Ibusch Selami (ab 63. Steffen Labus)

Der HSV Altliga spielte mit: Marco Müller, Holger Schäfer, Helmut Sandmann, Ralf Jester, Matthias Wöllmer, Andre Ludovici, Peter Lübeke, Lothar Dittmer, Borisa Djordjevic, Andreas Merkle, Klaus Fock, (Thomas Dudek, Paul Karner, Thomas Bliemeister)

Olaf Kettner

 

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