07.09.2008: Superspiel endete mit verdientem ETSV-Sieg PDF Drucken E-Mail

Nur zwei Tage nach dem Punktspiel in Karow gegen Lüssow AH musste der ETSV im Pokalspiel gegen den PSV Güstrow II antreten. Für den ETSV ungewöhnlich, da er nach langer Zeit wieder für die Pokalrunde gemeldet hat. Hier sollte sich zeigen, ob das fußballerische Können der AH oder die Physis der wesentlich jüngeren PSV-Spieler sich durchsetzt. Ein hochinteressantes Spiel war hiermit gegeben.

Das Spiel begann von der ersten Minute an mit viel Tempo. In der 10. Minute die erste Möglichkeit für den ETSV. Eine lange Flanke von Waßmann erlief sich Hagelstein und der köpfte über den herausstürzenden Torwart. Leider strich der Ball knapp am langen Pfosten vorbei. Fast im Gegenzug der Rückschlag für den ETSV. Staben passte den Ball von der Grundlinie zurück auf den gut postierten Perl und der hatte keine Mühe, den Ball aus kurzer Entfernung direkt ins Tor zum 0:1 einzuschieben.

Wer jetzt dachte, der ETSV brauchte Zeit um sich zu erholen, der hatte sich gewaltig getäuscht. Es begann ein regelrechter Sturmlauf des ETSV. Die Defensive des PSV hatte nicht mit solch einer geballten Dynamik und Angriffskraft gerechnet. In der 14. Minute der Ausgleich zum 1:1 durch Hagelstein. Selami setzte sich mit einem enormen Antritt gleich gegen drei Gegenspieler durch und seinen Pass verwertete Hagelstein in der Mitte direkt.

In der 17. Minute schlug Hagelstein wieder zu, bei ihm schien der so genannte Knoten nach langen Wochen ohne Torerfolg endlich gelöst zu sein Einen Superfreistoß von Waßmann hämmerte er mit dem Kopf unhaltbar in die Maschen. Es vergingen knapp zwei Minuten, da klingelte es wieder im Gästegehäuse. Dieses mal bediente Hagelstein über die linke Seite Selami, nachdem Ramm den Ball gekonnt durch die Beine laufen ließ, und der nutzte diese Chance resolut zum 3:1 für den ETSV in der 19. Spielminute. Es war immer noch nicht Schluss mit dem Powerfußball des Gastgebers. In der 22. Minute zirkelte Wittenburg einen Eckstoß genau auf den Kopf von Westphal und der wuchtete aus Nahdistanz den Ball in das gegnerische Gehäuse zum 4:1 für den ETSV.

Bis zur Halbzeitpause versuchte der ETSV das Tempo ein wenig zu drosseln, um nicht in der zweiten Halbzeit auf "dem Zahnfleisch" zu kriechen. Heute waren mindestens 90 Minuten zu spielen und man hatte auch noch das Spiel vom Freitag in den Knochen. Der PSV fand auch bis zur Halbzeitpause keine Mittel um den ETSV gefährlich zu werden. Trotzdem wurden die Spieler mit Applaus in die Kabinen begleitet, was bisher auch die Eingefleischtesten nicht erlebt hatten.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit baute der ETSV wieder Druck auf und erspielte sich bis zur 60. Minute zahlreiche Chancen. Leider fehlte der letzte Biss und Konzentration, ansonsten hätte es gut 7:1 für den ETSV heißen können. Ob der immer wieder an den Ketten reißende Wohlfeil, Selami oder Ramm, alle hätten längst alles unter Dach und Fach bringen können. Denn das Trainerteam ahnte schon, das Ding war noch nicht gegessen.

Eine Standartsituation brachte in der 61. Minute den Anschlusstreffer. Ein Freistoß landete am Pfosten und den zurückspringenden Ball verwandelte Trost direkt zum 2:4 für den PSV. Der ETSV wollte zurückschlagen. Eine Flanke von Selami landete auf den völlig freistehenden Ramm. Doch dem zitterten wohl die Knie und köpfte aus Nahdistanz über das Tor.

Das rächte sich in der 75. Minute. Wieder musste eine Standartsituation her, um gefährlich vor das Tor des ETSV zu kommen. Der Freistoß landete bei Staben und der hob den Ball geschickt über den Torwart zum direkten Anschlusstreffer von 3:4 für die Gäste.

Nun mussten die Nerven des ETSV halten, um nicht doch noch in die Verlängerung zu müssen. Es machte sich allmählich Müdigkeit unter den ETSV-Spielern breit, was nach den zurückliegenden Minuten nicht verwunderlich war.

Aber die klarsten Chancen ergaben sich dem Gastgeber, da der PSV alles auf eine Karte setzte und immer wieder in Konter des ETSV lief. Bei mehr Kraft hätten es gut und gerne noch 2-3 Treffer mehr werden können. Der Schiedsrichter hatte nun ein Einsehen und pfiff das nun dramatisch gewordene Spiel endlich ab.

Fazit: Ein Superspiel des ETSV, das Werbung für den vielleicht unterschätzten AH-Fussball war. Mit solch einer Leistung wird der ETSV auch noch die nächsten Runden überstehen. Hochachtung vor allen Spieler, die solch eine Energieleistung vollbrachte.

Der ETSV spielte mit: Fentzahn, Westphal, Leutner, Hanke, Köhler, Waßmann, Wohlfeil, Wittenburg (Voigt), Ramm (Berner), Hagelstein (Thalmann)

Frank Brunsendorf

 

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