04.09.2011: Güstrower SC 09 – ETSV Güstrow 1:0 (1:0) PDF Drucken E-Mail

16. Spieltag: Eine ordentliche Leistung reichte nicht aus

Das fünfte Derby in Folge wurde „Auf Borwinseck“ ausgetragen und es bedeutete auch die fünfte Pleite in Folge gegen den Ortsrivalen. Dabei begannen die gastgebenden Gäste vom SC offensiver und erspielten sich so Feldvorteile.

Die Eisenbahner hielten ordentlich dagegen und schoben mit Hilfe einer Rangierdampflok den Gegner laut Rangierplan stets aus dem Gefahrenbereich. Man glaubte die Anfangsoffensive überstanden zu haben, da gab es einen langen Ball der Grün-Gelben. Der lange Bernd Glasow verlängerte diesen Ball weltklasse in den Lauf von Fischi. Lokschlosser Carsten Waßmann kam eine Zehntelsekunde zu spät und foulte Fischer kurz vor dem Strafraum. Föni Bohnet nahm Maß und trat das Leder unhaltbar in die Torwartecke mit Hilfe des Innenpfostens gegen den spekulierenden Lok-Keeper Bua zum 1:0 in der 13. Minute.

Nach kurzer Gewerkschaftsversammlung war der ETSV sich einig, in die Hälfte des GSC ebenso zu rangieren und vor allen dort zu agieren. Gesagt und vor allem getan. In der 18. Minute schickte Schaffner Mario Dzubiel den rechten Flügel und Fahrkartenabreißer Swen Langschwager steil. Der drang in den Strafraum und legte quer. Mario war bereits dort und zog direkt aus gut 12 Metern ab, die Fäuste von Tess lenkten jedoch das Geschoss zur Ecke. Danach gab es verteiltes Spiel ohne größere Vorteile für eine der beiden Teams.

Erst in der 26. Minute machten die Lokjungs in Punkto Torchance wieder von sich Reden. Eckstoss Waßmann von rechts und Bienenjäger Toni Thurau kam aus sieben Metern zum direkten Abschluss. Allerdings war sein Geschoss so genau, dass es von der Lattenunterkante zurück in Feld sprang. Nur eine Minute darauf war der auf links zum Anheizen eingesetzte Tom Suckow mit einem Flachschuss aus freier Position nicht erfolgreich, denn sein Schuss verfehlte das lange Eck denkbar knapp. In der 32. Minute gelangten Häsi und Mario mit Doppelpass in den Strafraum. Häsi legte auf Swen quer, der im letzten Augenblick beblockt werden konnte. Auch der GSC machte kurz vor der Pause noch einmal auf sich aufmerksam. Mit einem Solo von der Mittellinie konnte Matthias Moll bis in den Strafraum gelangen und abziehen. Zum Glück mehrere Zentimeter am kurzen Pfosten vorbei.

Wie schon zu Spielbeginn war auch in Hälfte zwei der GSC das Team mit der ersten Chance. Karsten Fischer hatte in der 38. Minute die Riesenchance freistehend im ETSV-Strafraum das Leder zu versenken, doch beim direkten Versuch aus 8 Metern flog der Ball in die 3. Etage. Nur fünf Minuten darauf wurde Mario zentral steil geschickt. Einziger und letzter Verteidiger Molle foulte Mario und der kam im 16er zu Fall. Ein Pfiff und dann doch Entsetzen. Der ansonst gute Unparteiische verlegte den Tatpunkt unverständlich vor den Strafraum. Der folgende Freistoss von Mario war mit zu wenig Dampf getreten und wurde geblockt. Weiter blieb der ETSV am Drücker und wollte den Ausgleich.

Mit einer Dreifachchance ging es in der 46. Minute weiter. Die Schüsse aus Nahdistanz von Häsi und dann Swen konnte Tess reaktionsschnell abwehren, der Schuss von Tom strich am langen Pfosten flach vorbei. Die Eisenbahner waren weiterhin leicht überlegen, doch wurden die Zuspiele in der Folge ungenauer und dadurch blieben große Chancen aus. Zudem wurde es in den letzten 20 Minuten zum „echten“ Derby, ohne unfair oder hässlich zu werden. Es war ein klasse Spiel, nur war der ETSV nicht in der Lage, dass Runde in das Eckige zu machen. Dafür bezeichnend war die Ecke in der Schlussminute. Denn das Leder rollte zwar kurz vor der Torlinie, doch es schaffte niemand die Murmel über jene zu drücken.

Fazit: Wir hätten noch Stunden spielen können und der Ball hätte nicht das richtige Netz von innen gesehen. Es gibt so Tage, aber warum immer gegen den GSC gerade „Auf Borwinseck“?

Der ETSV kämpfte mit: Axel „Bua“ Güldenpenning, Dirk-Oliver Westphal, Carsten Waßmann, Adrian „Toni“ Thurau, Wolfgang Hanke, Andre Mater, Holger Voigt, Andreas „Häsi“ Wohlfeil, Mario Dzubiel, Swen „AJ“ Langschwager, Tom Suckow – Maik Thal

Olaf Kettner

 

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