17.06.2011: Bölkower SV – ETSV Güstrow 1:4 (1:1) PDF Drucken E-Mail

11. Spieltag: Was für ein geiler Auswärtssieg

Nach langer, langer Zeit, konnte der ETSV in momentaner Bestbesetzung und was noch wichtiger war, mit voll besetzter Auswechselbank gegen den Dauerrivalen Bölkow antreten. In den ersten Spielminuten tat sich der Gast vom Borwinseck aber recht schwer gegen die robust spielenden Bölkower.

Trotzdem erspielte sich der ETSV Feldvorteile, wodurch sich auch einige Tormöglichkeiten ergaben. Zu allem Übel verletzte sich der Güstrower Keeper Güldenpenning und dieser musste den Kasten räumen. Wittenburg als erfahrener Torwart hütete ab der 17. Minute das ETSV-Tor. Die erste Chance in Führung zu gehen hatte aber Bölkow in derselben Minute. Ein Freistoß strich nur knapp am Pfosten vorbei. In der 20. Minute hatte Bitterling den Führungstreffer für die Huschebahnjungs auf dem Fuß. Eine lang gezogene Flanke unterschätzte ein Bölkower Verteidiger und so fiel der Ball genau auf die Füße von Bitterling. Der wollte den Keeper mit einem Heber überlisten, doch der Heber war ein wenig zu schwach justiert und der Ball senkte sich erst hinter der Querlatte.

Kurz darauf musste Hanke nach einem Pferdekuss der nächste Spieler verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

In der 28. Minute startete Mater einen vehementen Sololauf, der im Strafraum nur regelwidrig gestoppt werden konnte. Waßmann schnappte sich gewohnt den Ball und vollendete zur bis dahin verdienten 1:0 Führung. In der 31. Minute bekleidete dieser Spieler wieder eine Hauptrolle, leider zu Ungunsten des ETSV. Er kam in einem Zweikampf wiederholt zu spät und sah die gelb-rote Karte. Zu allem Überfluss spielte sich diese Szene im eigenen Strafraum ab und somit gab es folgerichtig einen Strafstoß. Der alte Fuchs Wittenburg spekulierte zu erst richtig, aber die Fußabwehr landet wieder bei Burchardt und der hatte jetzt keine Mühe mehr, den Ball ins leere Tor zu schieben. In der Halbzeitpause musste das Trainerteam die Taktik neu ausrichten und die Jungs neu motivieren.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit erhöhte Bölkow den Druck, ohne aber Torgefahr auszustrahlen. Ihre Abwehrarbeit vernachlässigten sie in der Folgezeit und die spielstarke Offensive des ETSV wartete clever auf deren Fehler.

In der 46. Minute versuchte der ETSV schnell zu kontern und wollte Suckow mit einem scharf geschlagenen Pass in Position bringen. Ein Bölkower Verteidiger und der Torwart behinderten sich gegenseitig, so dass Suckow sich nur noch drehen brauchte und den Ball ins leere Tor zum 2:1 zu schieben. In den nächsten Minuten dezimierte sich die Auswechselbank des ETSV weiter. Mit Thurau und Mater verließen zwei weiter Spieler verletzungsbedingt den Rasen. Dem Willen und der Moral der Mannschaft tat es aber keinen Abbruch. Jetzt starteten die Bölkower wütende und teilweise verzweifelte Angriffe, Der ETSV setzte Kampfeswillen dagegen.

In der 67. Minute die vielleicht spielentscheidende Szene. Ein Bölkower kam völlig frei vor Wittenburg zum Kopfball. Der aber reagiert auf der Linie glänzend und zog den Gastgebern damit den letzten Nerv. In der 70. Minute leitete Langschwager die Vorentscheidung ein. Sein Zuspiel stoppte Dzubiel gekonnt und bediente den frei stehenden Bitterling. Der spielte den heraneilenden Verteidiger clever aus und hämmerte den Ball unerreichbar in den Kasten. Der Jubel bei der Mannschaft und dem treuen Anhang war über das erzielte 3:1 riesengroß. In der zweiten Nachspielminute gab es noch das Sahnehäubchen obendrauf. Dzubiel und Suckow spielten mit Doppelpassspiel die Bölkower Verteidigung alleine aus und Dzubiel spitzelte den Ball zum 4:1 in das kurze Eck.

Fazit: Was für ein Happyend für den ETSV. Der wohl erleichtertste und glücklichste Spieler war der vom Platz gestellte Waßmann. So einen Jubel und Freude über einen Sieg habe ich lange nicht mehr gesehen. Auf diese Mannschaft kann man nur stolz sein.

Lok spielte mit: Güldenpenning (Wittenburg), Westphal, Waßmann, Hanke (Voigt), Thurau (Thal), Dzubiel, Mater (Langschwager), Bitterling, Suckow, Wittenburg (Ramm)

Frank Brunsendorf

 

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