08.04.2011: ETSV Güstrow – Bölkower SV 4:1 (2:0) PDF Drucken E-Mail

2. Spieltag: Die Lok stand von Beginn an mächtig unter Dampf

Die Zeichen beim ersten Punktspiel für den ETSV in dieser Saison standen auf Sturm. Die Seitenwahl wurde verloren und so ging es die ersten 35 Minuten gegen jenen starken, sehr böigen Wind. Etwas Geplätscher und dann kam in der 3. Minute etwa vor der Lok-Wechselbank der Steilpass von Tom Suckow in den Lauf von Andreas Bitterling.

Letzterer schob das Leder am heraus stürzenden Bölkower Keeper zur frühen 1:0 Führung vorbei. Von Sicherheit konnte man danach noch nicht sprechen, denn der Ball wurde Richtung ETSV-Gehäuse geblasen. Zudem brach die Verletzung bei Wolfgang Hanke wieder auf, sodass bereits in der 10. Minute „Geburtstagskind“ Adrian Thurau eingewechselt wurde. Hier rückte zum ersten Mal Schiri Gierke in den Mittelpunkt, als er Thurau gelb wegen Nicht-Zustimmung zum Wechsel gab. Sportlich war danach Lok-Keeper Axel Güldenpenning gefragt, als er in der 17. Minute eine abgerutschte Flanke gerade noch mit den Fingerspitzen an die Latte lenken konnte.

Danach ließen Matthias Ramm, Suckow und Bitterling Chancen liegen, während die Gäste noch eine gefährliche Situation vorweisen konnten. In der Schlussminute trat Roland Leutner einen Freistoss knapp hinter der Mittelinie, den der BSV nur ungenügend klären konnte. Bei Anspiel zu Bitterling wurde jener umgerissen und es gab den berechtigten Strafstoss. Leichte Verwirrung gab es, als der SR gelb in der Hand hatte. Er merkte jedoch, dass er den Spieler kurz vorher verwarnte und steckte die Karte wieder ein, was menschlich durchaus vertretbar war. Carsten Waßmann lief an und versenkte den Elfmeter sicher zur 2:0 Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste mit mehr Einsatz und Willen zurück ins Spiel zu finden. Es wurde härter, doch die Lokisten hielten dagegen, allerdings auf beiden Seiten mit berechtigten Verwarnungen. Trotzdem gelang es den Gastgebern immer wieder gefährlich vor dem Bölkower Tor zu agieren. Wie in der 41. Minute, als Ramm gleich drei Einschussmöglichkeiten gegen den nur zwei Meter entfernten Keeper nicht nutzen konnte. Statt Frust erkämpfte sich „Rammi“ nur zwei Minuten später den Ball gegen Libero Rebensdorff und tanzte Samba mit dem Ball gegen den Keeper. Im Ergebnis stand mit dem 3:0 die Vorentscheidung. Zudem handelte sich kurz darauf Eggert auf Bölkower Seite die Rote Karte ein, nachdem er bereits Freistoss zugesprochen bekam und trotzdem zweimal nachtrat.

Kurioserweise war von dort an der Gast die Mannschaft mit den gefährlichen Torchancen. Während in der 48. Minute eine solche noch kläglich vergeben wurde, war der Ball nur einen Minute darauf im ETSV-Netz zum 3:1. Der kurze Tiefschlaf wurde nach einem Einwurf und Zuspiel zum langen Pfosten mit Abschluss aus sieben Metern bestraft. Doch sofort nach dem Anstoß spielte Suckow zwei Bölkower aus und traf mit Flachschuss ins lange Eck zum 4:1. Die restlichen Minuten waren gekennzeichnet von einer Menge Karten in jeder Farbe. So bekam Waßmann die gelb-rote ebenso zu Recht, wie Michael Witte die knallrote. Mit dem Abpfiff ließ der Sturm interessanter Weise nach, mit jenen vor der Brust und im Rücken holte der ETSV die ersten Punkte.

Fazit: Ein jederzeit verdienter Erfolg der Eisenbahner, gegen am Ende schlechte Verlierer. Auch wenn der Referee vom Regelbuch her fast alles richtig pfiff, fehlt ihm doch jegliche Grundlage der Kommunikation. Mit jener wäre allen viel Ärger erspart geblieben, dreht es sich doch um unser Hobby. Spaß am Spiel hat man so wenig.

Die ersten drei Punkte für die Lok erspielten: Axel Güldenpenning, Roland Leutner, Dirk-Oliver Westphal, Wolfgang Hanke (ab 10. Adrian Thurau), Dietmar Wittenburg, Carsten Waßmann, Andreas Bitterling, Peter Ahlberg (ab 53. Swen Langschwager), Mario Dzubiel, Matthias Ramm (ab 62. Maik Thal), Tom Suckow

Olaf Kettner

 

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