22.09.2006: SV 90 Lohmen – ETSV Güstrow 0:3 (0:2) PDF Drucken E-Mail

20. Spieltag: Gequälter 3:0-Auswärtssieg in Lohmen

Der SV 90 Lohmen gehört nicht gerade zu den Lieblingsmannschaften des ETSV, daher fuhr man zum fälligen Auswärtsspiel nach Lohmen nicht gerade mit wehenden Fahnen. Spielerisch waren diese Partien gegen Lohmen nie eine Augenweide, zu sehr "quälte" man sich zu den Siegen. Auch dieses Spiel sollte das bewahrheiten. Nach langer Zeit durfte man wieder auf dem Hauptplatz spielen, was einigen Spielern technisch zu Gute kommen sollte. Aber dieser Platz hat schon so gelitten, dass an einen technisch schönen Fußball nicht zu denken war.

Die ersten Akzente setzten überraschenderweise die Lohmener Spieler. Karsten Quasdorf im Tor des ETSV hatte mehr Arbeit als ihm lieb war. Der ETSV kam überhaupt nicht in Tritt. Zu viele Missverstände, Unkonzentriertheiten und technische Unzulänglichkeiten unterbrachen immer wieder den Spielfluss. Erst in der 19. Minute ergab sich die erste Chance für den ETSV. Wittenburg konnte sich auf der linken Außenbahn durchsetzen und zog alleine auf das Tor zu. Seinen Schuss aus spitzem Winkel war aber zu ungenau, um Apportin im Lohmener Tor zu überwinden.

So allmählich nahm "Lok" Fahrt auf. Wenn schnell und über die Flanken gespielt wurde, ergaben sich endlich Torraumszenen. So überraschte Leutner mit einem schnell ausgeführten Freistoß die Lohmener Abwehr, aber den folgenden Direktschuss von Thalmann wurde im letzten Moment von einem Abwehrbein entschärft. Die nächsten Szenen waren symptomatisch für das momentane ETSV-Spiel. Läuft es endlich spielerisch, dann versagt man vor dem gegnerischen Tor kläglich. Schreiner traf nach tollem Sololauf nur den Außenpfosten, Ramm und Wittenburg konnten den Ball aus fünf Metern nicht ins Tor unterbringen.

In der 30. Minute endlich das Führungstor für den ETSV. Thalmann wurde von Voigt mustergültig auf die rechte Außenbahn geschickt und dessen Flanke spitzelte Ramm direkt und ohne Abwehrchance ins Tor zum 1:0 für die "Rot-Schwarzen". Kurz vor der Halbzeitpause der schönste Spielzug der Partie, als Thalmann mit der Hacke auf Schreiner vorlegte und den folgenden Lauf konnte keiner mehr stoppen. Schreiner vollendete mit einem von ihm gewohnten präzisen Flachschuss ins linke untere Eck zur 2:0-Führung.

Die zweite Halbzeit begann leider nicht so, wie die Erste endete. Zu zögerlich nahm der ETSV das Spiel an sich. Es dauerte schon einige Zeit, bevor der ETSV sich wieder Möglichkeiten herausspielte. Wieder ein Direktspiel leitete die erste Chance in Halbzeit zwei ein. Wittenburgs Direktablage schoss Thalmann leider zwei Meter über das Lohmener Tor. Fast im direkten Gegenzug konnte man froh sein, das Lohmen das Tore schießen auch nicht erfunden hat. Einen gelungenen Angriff über die rechte Seite köpfte ein Lohmener freistehend am Tor vorbei. Glück gehabt, sagte sich nicht nur die Anhängerschar des ETSV.

Endlich wachgerüttelt kam der ETSV wieder einigermaßen auf Touren, ohne aber spielerisch zu überzeugen. Den Lohmener ging langsam die Puste aus und der ETSV kam wieder zu Torraumszenen. In der 56. Minute brachte der heute glücklose Wittenburg freistehend den Ball nicht am Torwart vorbei, sondern schoss den Pfosten an. Mehr Genauigkeit zeigte Ramm in der 65. Minute, als er den Ball von der linken Seite geschmeidig in den rechten Dreiangel platzierte und das Endresultat zum 3:0 markierte.

Fazit: Wieder spielerisch nicht überzeugend, langte es dennoch zu einem vom Resultat her überlegenen Sieg. Im nächsten Spiel kommt es zum lang ersehnten Derby gegen den VfL Grün-Gold Güstrow. Motivation braucht der ETSV sicherlich nicht, aber spielerisch müssen die ETSV-Spieler noch ein paar Schippen mehr drauflegen, damit der Kessel richtig unter Dampf kommt, um den VfL bezwingen zu können. Einiges an Wiedergutmachung ist angesagt.

Der ETSV spielte mit: Quasdorf, Westphal, Lübstorf, Hanke, Köhler (Krakow), Leutner, Voigt (Neick), Wittenburg, Schreiner (Kulms), Thalmann, Ramm

Frank Brunsendorf

 

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