28.04.2006: ETSV Güstrow – LSG Lüssow 3:0 (1:0) PDF Drucken E-Mail

5. Spieltag: Ungefährdeter 3:0-Sieg gegen Lüssow in einem müden Kick

Das Heimspiel gegen Lüssow hätte man am liebsten auf Gegners Platz ausgetragen, wie auch die Spiele vorher und die Nachfolgenden. Grund hierfür ist der unzumutbare Zustand, dass seit Wochen schon der Heizkessel für die Duschen defekt ist. Mit Grauen denken die Spieler schon an den Abpfiff und das eiskalte Vergnügen.

Wohl mit diesem Frust im Kopf begannen der ETSV das Spiel, anders kann man sich die Einstellung und das katastrophale Spiel zu Beginn nicht erklären. Zu hektisch wurde nach vorne gespielt, Bälle vertändelt und nicht nachgesetzt. Allein der Wille bei einigen Spielern gab Hoffnung auf ein besseres Spiel. Hinzu kam der alte Fehler beim ETSV, es wurde zu viel diskutiert und gemeckert auf dem Spielfeld.

In der 13. Minute die erste Chance für den ETSV, als Ramm eine Flanke über die Abwehr in den Lauf von Thalmann schlug. Der aber schoss die Kugel wieder einmal über den Kasten (ein Erfolgserlebnis wäre dringend notwendig). Besagter Spieler setzte sich in der 20. Minute auf seiner rechten Seite durch und Ramm nahm die Flanke "volley". Leider verhinderte Wittenburg den wohl möglichen Treffer, als er unglücklich den Ball vor dem Tor blockte.

Der erste Torjubel stellte sich in der 30. Minute ein. Der nimmermüde Thalmann eroberte sich den Ball, Schröder spielte auf Wittenburg und der lief nach einer geschickten Körpertäuschung alleine auf den Torwart zu. Der Rest war für ihn reine Formsache. Nur zwei Minuten später die nächst Großchance für Wittenburg. Ein Lüssower Verteidiger wollte den Ball zum Torwart zurückspielen, er übersah aber den Güstrower Stürmer. Ein wenig irritiert von der sich plötzlich bietenden Möglichkeit semmelte er den Ball zu hektisch über das Tor.

In der Halbzeitpause musste das Trainerduo ein wenig lauter werden in der Kabine, um die Spieler endlich wachzurütteln und an den Sinn des Mannschaftssports zu erinnern.

Zur rechten Zeit kam das 2:0 durch Wittenburg kurz nach Wideranpfiff in der 37. Minute (ab dieser Saison wird 2x 35 Minuten gespielt). Einen lang geschlagenen Ball von Ziemann erlief er sich (allerdings im klaren Abseits) und hatte wieder keine Mühe den Ball im Tor unterzubringen. Es sollte nicht die letzte Fehlentscheidung des Schiedsrichters Stündel sein.

In der 45. Minute fiel der vom ETSV nach Lüssow gewechselte Hagemann im Strafraum plötzlich um und zum Erstaunen aller zeigte er auf den Elfmeterpunkt. Zum Glück hat der ETSV mit Quasdorf einen hervorragenden Keeper in seinen Reihen, denn der tauchte blitzschnell ab und lenkte den Ball zur Ecke. Auf der anderen Seite pfiff er einen klaren Elfmeter gegen Ramm (mit eigentlicher roter Karte) nicht. Man will ihm keine Absichten unterstellen, aber ein Heimschiedsrichter war er heute beileibe nicht.

In der 60. Minute der schönste Spielzug des ETSV am heutigen Tage: Berner setzte sich auf der rechten Seite durch und seine Eingabe von der Grundlinie konnte Wittenburg am gut parierenden Gästetorwart nicht verwerten. Thurau nutzte den Abpraller aus Nahdistanz zum 3:0 für den ETSV. Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter auch einen Strafstoß für den ETSV. Zu übermotiviert nahm sich Thurau (wollte seine gute Leistung krönen) den Ball und schoss die Kugel über das Tor. Die Lüssower wurden mit zunehmender Spieldauer offensiver und daraus ergaben sich riesige Räume für den ETSV, der aber in der verbleibenden Spielzeit nicht genutzt werden konnte.

Fazit: Ein Spiel, an dessen Ergebnis man sich erinnern sollte, aber nicht an die Leistung und Einstellung der Mannschaft.

Der ETSV spielte mit: Quasdorf, Westphal, Hanke, Köhler, Kulms, Schröder, Wittenburg, Thurau, Ziemann (Berner), Ramm (Kanneberg), Thalmann

Frank Brunsendorf

 

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